BlackRock–Studie: Globale Versicherer sichern ihre Portfolios für die Zukunft ab.
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• 68 Prozent der Befragten priorisieren für ein umfassendes Risikomanagement Investitionen in Technologie
• Zunehmende Nutzung von Fixed–Income–ETFs auf festverzinsliche Wertpapiere, um die Liquidität zu steuern und höhere Rendite zu erzielen
• Die Einbindung von ESG– und Klimaaspekten in den Anlageprozess spielt für Versicherungsgesellschaften eine immer wichtigere Rolle
Weltweit entwickeln Versicherer innovative Anlageansätze, um sich an die in diesem Jahr rasant veränderten Marktbedingungen anzupassen. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau widerstandsfähiger Portfolios, das Liquiditätsmanagement und die Einbindung von Technologien. Das geht aus dem elften jährlichen Global Insurance Report von BlackRock hervor, für den 370 Führungskräfte aus Versicherungsunternehmen in 26 Ländern mit einem verwalteten Vermögen von knapp 28 Billionen US–Dollar befragt wurden.
Klimazielen für ihr Portfolio verpflichten. 62 Prozent der an der Umfrage beteiligten Versicherer betrachten zudem den wachsenden Einfluss von Nachhaltigkeit auf Anlageentscheidungen als einen wichtigen Trend, der ihre Branche in den kommenden Jahren stark beeinflussen wird. Deshalb wird es entscheidend auf die richtigen Technologien und Tools ankommen, um konsistente Nachhaltigkeitsanalysen sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungs– und Berichtspflichten gewährleisten und Allokationen bewerten zu können.
Kontinuierliche Innovationen im Risikomanagement: von der digitalen Transformation bis zu ETFs
Der Umfrage zufolge sehen 65 Prozent der Versicherer in der digitalen Transformation und Technologie den wichtigsten Trend in der Versicherungsbranche in den kommenden 12–24 Monaten. Im Jahr zuvor waren es nur 44 Prozent. Fast alle (98 Prozent) nutzen eigenen Angaben zufolge künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, prognostische Analysen, Blockchain oder Kombinationen dieser Technologien. Die prädiktive Analytik kommt dabei bei 65 Prozent der Befragten im Rahmen der Verwaltung ihres Versicherungsgeschäfts und bei 72 Prozent bei Vermögensanlagen zum Einsatz. Bezüglich der künftigen Investitionen in Technologie will die überwiegende Mehrheit der befragten Versicherer Ausgaben in denBereichen Asset and Liability Management (68 Prozent), Regulatory Compliance (54 Prozent) und Marktdaten (53 Prozent) priorisieren.
Daneben treiben die Befragten die Einführung neuer Investmentansätze z. B. mithilfe von Bond–ETFs voran. Mit einer verstärkten Allokation in diese ETFs wollen sie in erster Linie die Liquidität (54 Prozent) und Rendite (48 Prozent) verbessern. Analysen von BlackRock zufolge nutzen inzwischen acht der zehn grössten US–Versicherer eigenen Angaben zufolge festverzinsliche ETFs. Fünf davon haben sie nach den hohen Marktschwankungen im März 20201 in ihre Portfolios genommen. In diesem Jahr haben bisher 17 Versicherer in Europa, dem Nahen Osten und Afrika erstmals in börsennotierte Fonds investiert2. Bond–ETFs
gelten als effektive Möglichkeit, um kostengünstig Rendite und laufende Erträge zu erzielen. Nach Prognosen von BlackRock wird das in globalen Bond–ETFs verwaltete Vermögen bis 20303 auf 5 Billionen US–Dollar anwachsen. Institutionelle Anleger aus dem Versicherungssektor werden eine treibende Kraft bei dieser Entwicklung sein.
1 S&P Global Intelligence, BlackRock–Analyse der bei der National Association of Insurance Commissioners (NAIC) und der Securities and Exchange Commission eingereichten Unterlagen (Stand: April 2022).
2 BlackRock – Neue Nutzer sind definiert als Anleger, die im Jahr 2022 ETFs zuweisen, nachdem sie diese
mindestens drei Jahre lang nicht genutzt haben.
3 BlackRock – Einschätzung Mai 2022.
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