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LGT : Ölpreissprung verstärkt KI-getriebene Talfahr


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LGT Navigator : Die Ölpreise legten am Montag deutlich zu, nachdem Iran und Israel gegenseitige Angriffe ausgeführt hatten.

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Dies verstärkte die Zurückhaltung von Anlegerinnen und Anleger zu einem Zeitpunkt, an dem der Ausverkauf bei KI-nahen Technologiewerten die globalen Aktienmärkte bereits stark belastet. US-Aktien schlossen am Freitag deutlich tiefer, nachdem ein starker US-Arbeitsmarktbericht die Renditen von Staatsanleihen steigen liess und die Erwartungen festigte, dass die Federal Reserve die Zinsen hoch halten wird. Die asiatischen Märkte notierten am Montag im Minus, wobei in Japan und Südkorea vor allem Chiphersteller und andere Technologiewerte deutliche Verluste verzeichneten. Brent-Rohöl stieg, während Gold weiter nachgab und die Renditen von US-Staatsanleihen erhöht blieben. Anlegerinnen und Anleger richten den Blick nun auf die US-Inflationsdaten am Mittwoch und den geldpolitischen Entscheid der EZB am Donnerstag, die als nächste wichtige Signale für Preise und Zinsen gelten.

Die Ölpreise stiegen am Montag, nachdem Iran und Israel gegenseitige Angriffe ausgeführt hatten. Dies schürte Sorgen, dass sich der Konflikt trotz einer fragilen Waffenruhe ausweiten und die regionale Stabilität gefährden könnte. Brent-Rohöl notierte bei rund USD 97.43 je Barrel, West Texas Intermediate (WTI) bei USD 94.53, nachdem Israel erklärt hatte, militärische Ziele im Iran angegriffen zu haben, und US-Präsident Donald Trump gewarnt hatte, die erneuten Raketenangriffe würden die Verhandlungen erschweren. Der US-Dollar startete stark in die Woche, während die Renditen von US-Staatsanleihen nach einem sprunghaften Anstieg am Freitag über die gesamte Kurve hinweg höher lagen. Die Rendite zweijähriger Anleihen lag bei 4.2%, jene zehnjähriger Anleihen bei 4.6%. Gold weitete seine Verluste im asiatischen Handel am Montag aus und fiel unter USD 4300 je Unze, nachdem es den tiefsten Stand seit März erreicht hatte.

Asiatische Technologiewerte setzen Rückgang fort

Asiatische Halbleiteraktien fielen am Montag deutlich, da die jüngste KI-getriebene Rally an Schwung verlor. Südkorea und Japan verzeichneten die stärksten Verluste. Südkoreas SK Hynix und Samsung Electronics gaben um 5.4% beziehungsweise 8.7% nach, während Japans SoftBank um 8% fiel und den Nikkei 225 um 4.5% nach unten zog. Der südkoreanische Kospi brach um 7.8% ein. Der Hang-Seng-Index in Hongkong notierte 1.8% tiefer, und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland fiel um 2.4%, während der australische S&P/ASX 200 um 0.7% nachgab. Makroökonomische Daten konnten die Märkte nicht stützen: Japans Wirtschaft wuchs im ersten Quartal annualisiert um 1.8%, wie am Montag veröffentlichte Daten zeigten. Der Wert wurde von zuvor 2.1% nach unten revidiert, da schwache Unternehmensinvestitionen die Unterstützung durch den privaten Konsum und die Exporte ausglichen.

US-Technologieausverkauf verschärft sich

US-Aktien fielen am Freitag deutlich, angeführt von Technologiewerten, nachdem ein stärker als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht die Erwartungen verstärkt hatte, dass die Federal Reserve die Zinsen bis Jahresende um 0.25 Prozentpunkte anheben könnte. Der Nasdaq 100 sackte um 4.8% auf 28’957.60 Punkte ab, der stärkste Tagesverlust seit April 2025, während der S&P 500 um 2.6% auf 7383.74 fiel und der Dow Jones Industrial Average um 1.4% auf 50’866.78 nachgab. Chiphersteller wie Arm, Marvell, Micron, AMD und Nvidia zählten zu den grössten Verlierern, da Anlegerinnen und Anleger bei hoch bewerteten KI-nahen Aktien Gewinne mitnahmen.

US-Beschäftigungswachstum übertrifft Prognosen

Die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft in den USA stieg im Mai um 172’000 Stellen, wie am Freitag veröffentlichte Daten des Bureau of Labor Statistics zeigten. Damit verlangsamte sich das Wachstum gegenüber einem nach oben revidierten Anstieg von 179’000 im April, lag aber deutlich über den Markterwartungen, während die Arbeitslosenquote bei 4.3% verharrte. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0.3% und gegenüber dem Vorjahr um 3.4%. Die Beschäftigungszuwächse wurden vom Freizeit- und Gastgewerbe, den lokalen Behörden und dem Gesundheitswesen angeführt, während Aufwärtsrevisionen für März und April ebenfalls auf einen festeren Trend am Arbeitsmarkt hindeuteten. Die stärker als erwartet ausgefallenen Daten dürften die Erwartungen stützen, dass die Federal Reserve die Zinsen bei ihrer nächsten geldpolitischen Ankündigung, die nächste Woche ansteht, unverändert lässt.

EZB-Entscheid und US-Inflation im Fokus

In dieser Woche werden neben den geopolitischen Entwicklungen die Geldpolitik und die Inflation die Märkte dominieren. Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt am Donnerstag ihren jüngsten Zinsentscheid bekannt, während die US-Verbraucherpreisdaten für Mai am Mittwoch anstehen. Der EZB-Entscheid und die Pressekonferenz von Christine Lagarde werden genau auf Signale zum Ausblick für die Eurozone und zum geldpolitischen Kurs beobachtet, insbesondere angesichts der geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten und des inflationsbedingten Preisschubs infolge des Konflikts. In den USA werden sowohl die Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) am Mittwoch als auch die Zahlen zum Erzeugerpreisindex am Donnerstag ein wichtiges Update zu den Inflationstrends liefern. Die Umfrage der University of Michigan zur Konsumentenstimmung am Freitag wird zudem Hinweise auf das Vertrauen der Haushalte und die Inflationserwartungen geben. Andernorts veröffentlicht China am Mittwoch die Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten für Mai, während am Freitag die endgültigen Inflationswerte für Mai aus Deutschland und Frankreich sowie die Daten zum Bruttoinlandprodukt für April aus dem Vereinigten Königreich folgen.

BIP der Eurozone sinkt im ersten Quartal

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Eurozone schrumpfte im ersten Quartal um 0.2%, wie Eurostat am Freitag mitteilte, nachdem es im vierten Quartal noch um 0.2% gewachsen war. Das Jahreswachstum verlangsamte sich von 1.2% auf 0.3%. Der Rückgang war auf einen schwächeren Handel, geringere Investitionen und einen Abbau der Lagerbestände zurückzuführen, obwohl die Ausgaben der privaten Haushalte und des Staates jeweils kleine positive Beiträge leisteten. Europäische Aktienindizes schlossen am Freitag tiefer. Der Euro Stoxx 50 fiel um 0.7%, während der deutsche DAX 0.8% verlor und der französische CAC 40 um 0.3% nachgab. Der Schweizer Swiss Market Index legte dagegen um 0.4% zu.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: SECO-Konsumentenstimmung Schweiz (09:00), Sentix-Investorenvertrauen Eurozone (10:30).

Quelle: ETFWorld


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