LGT Navigator : Die Ölpreise stiegen am Mittwoch, nachdem die USA nach Angriffen auf Handelsschiffe nahe der Strasse von Hormus neue Angriffe auf Iran ausgeführt hatten.
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Das schürte Sorgen, dass eine fragile Waffenruhe im Nahen Osten auseinanderbrechen und den Inflationsdruck erhöhen könnte. Die Stimmung an den Aktienmärkten stand bereits unter Druck, nachdem die Ergebnisse von Samsung die Zweifel an den hohen Bewertungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz neu entfacht und die US- und europäischen Aktienmärkte am Dienstag nach unten geschickt hatten. Auch die meisten asiatischen Märkte notierten am Mittwoch im Minus, wobei vor allem Indizes mit hohem Halbleiteranteil unter Druck standen. Investorinnen und Investoren richten ihren Blick am Mittwoch auf das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank Fed, um weitere Hinweise auf den Zinsausblick zu erhalten.
Brent-Rohöl stieg auf USD 76.58 pro Barrel und West Texas Intermediate (WTI) auf USD 72.74, nachdem die USA neue Schläge gegen Iran ausgeführt hatten. Das US-Militär teilte mit, der Schritt sei eine Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe nahe der Strasse von Hormus am Dienstag gewesen. Damit steigt das Risiko, dass die fragile Waffenruhe aus dem vergangenen Monat scheitern könnte. Die Feuerpause hatte es der Handelsschifffahrt ermöglicht, nach Monaten der Unterbrechung die wichtige Energieroute wieder zu nutzen. Das von den USA geführte Joint Maritime Information Center erhöhte die Gefahrenstufe für Schiffe in dem Gebiet jedoch auf „schwerwiegend“. Das US-Finanzministerium hob am Dienstag zudem eine Ausnahmeregelung auf, die Iran den Ölverkauf erlaubt hatte, was die Sorgen über Angebots- und Inflationsrisiken verstärkte. Der US-Dollar veränderte sich kaum, wobei sich der Dollar-Index um 101.10 hielt, während die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen. Die Rendite 2-jähriger Titel lag bei 4.2%, jene 10-jähriger Titel bei 4.6%. Gold legte leicht zu und wurde bei rund USD 4120 je Unze gehandelt.
Asiatische Aktien fallen – Chipwerte führen die Verluste an
Die meisten asiatischen Aktienmärkte gaben am Mittwoch nach, da Investorinnen und Investoren hoch bewertete KI-Aktien neu beurteilten. Der südkoreanische KOSPI fiel um 5.7% und lag damit mehr als 20% unter seinem Rekordhoch vom 19. Juni. Angeführt wurde der Ausverkauf von Herstellern von Speicherchips: Samsung Electronics verlor rund 6%, und der Konkurrent SK Hynix gab um 3% nach, nachdem die Aktie bereits in der vorangegangenen Sitzung gefallen war, obwohl Samsung einen Rekordgewinn im 2. Quartal gemeldet hatte. Investorinnen und Investoren konzentrierten sich auf die schwächer als erwarteten Umsätze von Samsung und auf die allgemeinere Sorge, dass die KI-getriebenen Bewertungen überdehnt sind. Zusätzlichen Druck brachten die starke Hebelung bei Chipaktien sowie Berichte, wonach Apple möglicherweise auf chinesische Zulieferer setzen könnte. Der japanische Nikkei 225 verlor unterdessen 1%, und Australiens S&P/ASX 200 sank um 0.5%. Hongkongs Hang Seng stieg hingegen um 1.1%, während sich die Aktien auf dem chinesischen Festland kaum veränderten.
US-Aktien geben wegen Schwäche bei Chipwerten nach
Der Dow Jones Industrial Average erreichte am Dienstag zwischenzeitlich ein weiteres Rekordhoch, schloss dann aber 0.3% tiefer bei 52’925.15 Punkten. Der S&P 500 fiel um 0.5% auf 7503.85 Punkte. Technologiewerte zeigten sich schwächer. Der Nasdaq 100 verlor 1.8% auf 29’173.02 Punkte, da Halbleiteraktien nachgaben, nachdem der südkoreanische Elektronik- und Chiphersteller Samsung die Investorinnen und Investoren trotz Rekordergebnissen nicht überzeugen konnte. Micron, Intel, Applied Materials und AMD fielen um etwa 5% bis fast 10%, da Investorinnen und Investoren infrage stellten, ob die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz schnell genug weiter wachsen kann, um die hohen Bewertungen zu stützen.
Europäische Aktien fallen, die Schweiz bleibt positiv
Der EuroStoxx 50 sank am Dienstag um 1.2% auf 6319.86 Punkte, belastet von deutlichen Verlusten bei Technologiewerten. ASML fiel um 7.3% und Infineon um 8.3%, da Investorinnen und Investoren infrage stellten, ob steigende Ausgaben für künstliche Intelligenz ausreichende Renditen erzielen können, insbesondere wenn sie mit Schulden finanziert werden. Der Schweizer SMI gewann 0.4% auf 14’360.45 Punkte, gestützt von der geringeren Gewichtung von Technologiewerten und der Nachfrage nach defensiven Sektoren wie Pharma und Nahrungsmitteln.
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Quelle: ETFWorld
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