Raiffeisen Börse täglich : Die Sorgen über die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen, die Zolldrohungen des US-Präsidenten und die Fortsetzung des Kriegs zwischen den USA und dem Iran ignorierten die Anleger am Freitag.
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DER TAG | Hoffnung auf neuerliche Waffenruhe
Die Börse in der Schweiz wird heute zum Handelsauftakt ihre positive Tendenz vom Freitag voraussichtlich fortsetzen. Die Märkte hoffen auf eine neuerliche Waffenruhe im Nahost-Konflikt. Für Spannung werden in dieser Woche neben der Fed-Entscheidung wichtige Quartalszahlen von Big-Tech-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta sorgen.
SCHWEIZ | Nestlé und Roche gefragt
Die Sorgen über die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen, die Zolldrohungen des US-Präsidenten und die Fortsetzung des Kriegs zwischen den USA und dem Iran ignorierten die Anleger am Freitag. Die Finanzmärkte hätten inzwischen eine gewisse Resilienz gegenüber dem permanenten Krisenrauschen im Nahen Osten entwickelt, auch wenn eine anhaltende Eskalation die Risikobereitschaft jederzeit wieder dämpfen könne, sagte ein Marktbeobachter. Zudem kamen die Zahlen von Intel und SAP bei den Anlegern sehr gut an. Grösste Treiber im SMI waren die beiden Schwergewichte Nestlé (+1.7%), Roche (PS +1.6%) und Lonza (+1.1%). Damit machte die Nestlé-Aktien einen Teil ihres Kursrutsches vom Donnerstag wieder wett, als sie unter anderem wegen eines leicht vorsichtigeren Margenausblicks und des angekündigten Joint Ventures für das Wassergeschäft um 8.0% abgestürzt waren. Analysten gehen davon aus, dass Logitech (+1.9%) in dieser Woche relativ unspektakuläre Zahlen für sein erstes Geschäftsquartal vorlegen wird.
GLOBAL | Weltweite Märkte wieder zuversichtlicher
Die weltweiten Aktienmärkte haben am Freitag an Schwung gewonnen, gestützt durch einen deutlichen Rückgang der Ölpreise. Dies verschafft den Aktienmärkten etwas Luft zum Atmen, auch wenn ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin nicht absehbar ist. Obendrein überzeugten die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum und Grossbritannien. In London fielen BP um 1.4% und Shell um 1.2%. In Oslo gab der Branchenriese Equinor um 1.4% nach, und in Madrid verlor Repsol 2.2%. Bei den Tech-Aktien zeigte sich an der Wall Street ein gemischtes Bild. Während die überzeugenden Cloud-Vertragsbücher von SAP auch Software-Aktien wie Salesforce mit plus 4.3% Auftrieb gaben, büssten Intel 7.9% ein. Zwar profitierte der Chipriese weiter kräftig vom laufenden Boom der KI-Technologien und übertraf mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen deutlich. Doch die Aktie ist seit Jahresbeginn extrem stark gelaufen, sodass es immer wieder zu Gewinnmitnahmen kommt.
Quelle: ETFWorld
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