LGT Navigator : Die US-Notenbank (Fed) dürfte ihre Leitzinssätze diese Woche unverändert belassen.
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Bei der Pressekonferenz wird jedoch genau auf Signale zum geldpolitischen Ausblick angesichts anhaltender Inflationsrisiken geachtet. Auch in Grossbritannien und Japan werden die Bank of England und die Bank of Japan innerhalb dieser Woche ihre geldpolitischen Entscheide bekannt geben. Dabei werden die Märkte beurteilen, ob höhere Energiepreise und Inflationsdruck eine Anhebung der Leitzinsen rechtfertigen.
Diese Woche steht die Geldpolitik im Mittelpunkt: Die Fed gibt am Mittwoch ihren Zinsentscheid bekannt, gefolgt von der Bank of England am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag. Anlegerinnen und Anleger werden die begleitenden Äusserungen des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh genau auf dessen Einschätzung der Inflationsrisiken, der hohen Energiepreise und des geldpolitischen Ausblicks prüfen. Heute werden sich Investorinnen und Investoren zunächst auf den Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts fokussieren. Am Dienstag liefern die Daten zum US-Verbrauchervertrauen des Conference Board für Juli ein Update zur Stimmung der Privathaushalte und zur Widerstandsfähigkeit der Konsumausgaben. Am Donnerstag folgen die BIP-Daten für das zweite Quartal aus den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und die Eurozone und bieten einen breiten Überblick über die globale Wachstumsdynamik. Ebenfalls am Donnerstag werden die US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben für Juni veröffentlicht, das bevorzugte Inflationsmass der Fed, sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Am Freitag bleibt die Inflation im Fokus: Die Eurozone veröffentlicht vorläufige Verbraucherpreisdaten für Juli, während die Inflation in Tokio und Chinas Einkaufsmanagerindizes für Juli weitere Signale zu den japanischen Preisdruckfaktoren und der chinesischen Wirtschaftsaktivität liefern.
Asiatische Börsen starten dank sinkender Ölpreise positiv in die neue Woche
Aktienindizes in der Asien-Pazifik-Region stiegen am Montag, nachdem eine Pause der US-iranischen Feindseligkeiten und tiefere Ölpreise die Risikobereitschaft vor wichtigen Zentralbankentscheiden und den Quartalszahlen von US-Technologiekonzernen verbesserten. Australiens S&P/ASX 200 stieg um 1.1%, während Japans TOPIX um 1% zulegte und der Nikkei 225 um 0.4% stieg. Auch die Märkte in Hongkong und auf dem chinesischen Festland legten zu. Der chinesische Chiphersteller CXMT stieg bei seinem Börsendebüt um mehr als 500%, während der Batteriehersteller CATL von stärkeren Halbjahresergebnissen und einem neuen Aktienrückkaufprogramm profitierte. Südkoreas KOSPI fiel um 1%, obwohl der Internetkonzern Naver um fast 8% stieg, nachdem Nvidia zugestimmt hatte, USD 1 Milliarde in neu ausgegebene Aktien zu investieren, um ein Projekt für ein Rechenzentrum für künstliche Intelligenz zu unterstützen.
Wall Street beendet die vergangene Woche uneinheitlich
US-Aktien schlossen am Freitag ohne klaren Trend, da tiefere Ölpreise den Dow Jones Industrial Average stützten, während Anlegerinnen und Anleger bei Technologieaktien mit Bezug zu künstlicher Intelligenz Gewinne mitnahmen. Der Dow stieg um 0.5% auf 51’947.25 Punkte und der S&P 500 legte um 0.1% auf 7411.98 Punkte zu, während der Nasdaq 100 um 1.2% auf 28’128.34 Punkte sank. Brent-Rohöl fiel unter USD 100 je Barrel und Anlegerinnen und Anleger nahmen Gewinne mit trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und der US-Bemühungen, den Druck auf Iran wegen der Strasse von Hormus zu erhöhen. Starke Ergebnisse des Chipherstellers Intel und des deutschen Softwarekonzerns SAP konnten die Stimmung im breiteren Technologiesektor nicht beleben. Verizon legte nach übertroffenen Gewinnerwartungen zu, während American Express nach verfehlten Umsatzprognosen nachgab.
Geschäftsaktivität im Euroraum beschleunigt sich
Die Unternehmensaktivität in der Eurozone expandierte erstmals seit vier Monaten. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex verbesserte sich im Juli von 50.0 im Juni auf 51.9 Punkte. Der Anstieg übertraf die Erwartungen, wobei sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Dienstleistungssektor wieder in den Wachstumsbereich zurückkehrten. Die Aktivität in Deutschland verbesserte sich in beiden Sektoren, während Frankreich eine stärkere Dienstleistungsaktivität, aber einen weiteren Rückgang im verarbeitenden Gewerbe verzeichnete. Ökonominnen und Ökonomen warnten, dass die Umfrage den jüngsten Anstieg der Ölpreise und die erneuten Risiken von Störungen auf den Schifffahrtsrouten im Nahen Osten möglicherweise nicht vollständig widerspiegelt.
Europäische Aktien erholen sich vor dem Wochenende dank tieferer Ölpreise
Aktienindizes in Europa erholten sich am Freitag, gestützt durch deutlich tiefere Ölpreise und stärker als erwartete Einkaufsmanagerumfragen für die Eurozone und Grossbritannien. Der EuroStoxx 50 stieg um 1.1% auf 6280.94 Punkte, während der Schweizer SMI um 0.8% auf 14’327.20 Punkte zulegte.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von AstraZeneca, LVMH, Vodafone und Welltower.
Konjunkturdaten im Fokus: Ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland (10:00), Monatsbericht der Bundesbank (12:00), Auftragseingänge langlebiger Güter USA (14:30) und Dallas-Fed-Herstellungsindex (16:30).
Quelle: ETFWorld
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