LGT Navigator : Diese Woche richten sich die globalen Märkte auf das Jackson-Hole-Symposium, das von Donnerstag bis Samstag stattfindet.
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Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Kevin Warsh, hält am Freitag die Grundsatzrede. Investorinnen und Investoren werden seine Äusserungen auf Hinweise zur Geldpolitik und zum Bilanzmanagement prüfen. Hintergrund sind die laufenden Käufe der Fed zur Steuerung der Reserven sowie die separate Ausweitung des Rückkaufprogramms für Staatsschulden durch das US-Finanzministerium. Am Mittwoch liefern die Inflation gemessen an den persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA und die zweite Schätzung des Bruttoinlandprodukts (BIP) für das zweite Quartal neue Einblicke in den Preisdruck und das Wirtschaftswachstum. Nvidia, das weltweit grösste börsenkotierte Unternehmen, veröffentlicht nach US-Börsenschluss am Mittwoch die Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal. Diese bieten eine wichtige Einschätzung zur Gesundheit des Ausbaus der KI-Infrastruktur. Zudem werden am Freitag die Inflation in Tokio und Frankreich, deutsche Arbeitsmarktdaten und das kanadische Bruttoinlandprodukt veröffentlicht.
Gold wurde am Montag nahe einem Dreimonatshoch gehandelt, nachdem der Plan des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langfristiger Anleihen auszuweiten, Bedenken über den US-Dollar und die Staatsverschuldung neu entfacht hatte. Der Goldpreis stieg um 0.7% auf rund USD 4640 je Unze, nachdem er in der vergangenen Woche um 5% zugelegt hatte. Das Finanzministerium hatte angekündigt, die Rückkäufe langfristiger Anleihen auf USD 4 Mrd. je Transaktion zu verdoppeln. Bitcoin stieg ebenfalls um 1.3% auf rund USD 77’100. Der US-Dollar blieb nahe Mehrmonatstiefs, während Anlegerinnen und Anleger die Auswirkungen der Massnahme des Finanzministeriums auf die Anleiherenditen beurteilten und auf Details zu möglichen US-Sanktionen gegen den Iran warteten. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 1.5% auf USD 91.24 je Barrel, während die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.7% auf USD 85.57 je Barrel sanken.
Asiatische Technologiewerte fallen deutlich
Asiatische Aktien gaben am Montag nach, da Technologiewerte vor den Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch und der Jackson-Hole-Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh am Freitag verkauft wurden. Der südkoreanische KOSPI verlor 3.2%, angeführt von einem Rückgang bei Samsung Electronics, nachdem Anlegerinnen und Anleger von den geplanten Ausschüttungen an die Aktionärinnen und Aktionäre enttäuscht waren. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 2.1%, da Alibaba um fast 10% einbrach. Der Rückgang bei Alibaba folgte auf eine Aktienplatzierung im Umfang von HKD 80 Mrd. zur Finanzierung von Investitionen in KI. Australiens S&P/ASX 200 entwickelte sich besser als die Region und stieg um 0.4%, nachdem der bereinigte Nettogewinn des Treibstoffhändlers Ampol im ersten Halbjahr dank deutlich höherer Raffineriemargen um 376% auf AUD 857.2 Mio. gestiegen war. Japans Nikkei 225 gab um 0.5% nach.
US-Aktien erholen sich dank Rohstoffgewinnen
US-Aktien erholten sich am Freitag. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1% auf 53’277.01 Punkte, nachdem er am Vortag auf den tiefsten Stand seit Anfang August gefallen war. Der S&P 500 gewann 0.4% auf 7674.37 Punkte und der Nasdaq-100 stieg um 0.3% auf 29’308.86 Punkte. Die Indizes verloren in der vergangenen Woche jedoch 0.8%, 1.4% beziehungsweise 2.5%. Aktien von Goldminenbetreibern und Kupferproduzenten legten zu, da der Goldpreis stieg und sich das Kupferangebot verknappte. Die Ölpreise blieben wegen des Konflikts im Iran und der Unterbrechung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus hoch. Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen stiegen ebenfalls mit Bitcoin, wobei Robinhood Markets um 13.7% zulegte.
Einkaufsmanagerindex der Eurozone steigt leicht
Die Aktivität im Privatsektor der Eurozone verstärkte sich im August leicht. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg laut S&P Global am Freitag von 52.0 im Juli auf 52.1. Das verarbeitende Gewerbe trieb die Verbesserung, da sein PMI von 51.9 auf 52.8 stieg und das Produktionswachstum das schnellste Tempo seit Mai 2022 erreichte. Die Aktivität im Dienstleistungssektor blieb bei 51.7 Punkten. Deutschland verzeichnete ein moderates Gesamtwachstum, während der französische Privatsektor erneut schrumpfte. Die Aktivität im übrigen Euroraum wuchs so schnell wie seit April 2022 nicht mehr. Der Euro Stoxx 50 stieg um 0.6%, während Deutschlands DAX und der Swiss Market Index jeweils um 0.6% zulegten. Frankreichs CAC 40 gewann 0.4%.
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Quelle: ETFWorld
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