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LGT : Warsh und Iran belasten die Märkte


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LGT Navigator : Die Signale des Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, vom Freitag, wonach die US-Geldpolitik weiter gestrafft werden könnte, sowie die erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran belasteten zum Wochenauftakt die Börsenstimmung.

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Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gaben am Freitag unter Führung von Technologiewerten nach, während asiatische Aktien am Montag mehrheitlich tiefer notierten, nachdem Händlerinnen und Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September erhöht hatten. Die Ölpreise stiegen, nachdem US-Streitkräfte iranische Raketenabschussanlagen angegriffen hatten, was die Sorgen um die Energieversorgung durch die Strasse von Hormus verstärkte.

Der US-Notenbankvorsitzende Kevin Warsh, erklärte am Freitag am Jackson-Hole-Symposium, dass weitere Zinserhöhungen nötig werden könnten, falls die Inflation nicht rasch genug auf das Ziel von 2% zurückkehre. Die marktimplizierte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 0.25 Prozentpunkte an der September-Sitzung stieg am Montag auf rund 60%, verglichen mit 36% vor seiner Rede. Warsh sagte, die Fed werde ihre Entscheidungen auf Basis eingehender Daten treffen, anstatt eine vorausschauende Orientierung zu geben. Dabei dürften die Inflations- und Arbeitsmarktdaten für August ihre Entscheidung prägen. Unmittelbar nach der Rede stiegen der US-Dollar-Index und die Renditen von US-Staatsanleihen stark, während Gold und Bitcoin unter Druck gerieten.

US-Arbeitsmarkt, Inflation und KI-Nachfrage im Fokus

Diese Woche richten die Märkte ihre Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarkt sowie Inflationsdaten aus wichtigen europäischen Volkswirtschaften. Die Eurozone veröffentlicht am Dienstag die Verbraucherpreisindizes für August, während die Schweiz am Donnerstag die Inflation für August und das Bruttoinlandprodukt für das zweite Quartal publiziert. Nachdem die besser als erwarteten Ergebnisse von Nvidia vergangene Woche das Vertrauen in den Investitionszyklus rund um künstliche Intelligenz gestärkt hatten, werden Anlegerinnen und Anleger am Mittwoch nach Börsenschluss auf die Ergebnisse von Broadcom für das dritte Geschäftsquartal achten. Diese liefern einen weiteren Hinweis darauf, ob die KI-getriebene Nachfrage nach Halbleitern und Infrastruktur stark bleibt. Die Bank of Canada gibt am Mittwoch ihren Zinsentscheid bekannt. Zu den wichtigen Daten zur Geschäftstätigkeit zählt am Dienstag der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Den Höhepunkt der Woche bildet der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der weitere Hinweise auf den künftigen Zinspfad der Fed liefern wird. Die britischen Märkte bleiben am Montag aufgrund des Summer Bank Holiday geschlossen.

Asiatische Aktien starten wegen Sorgen über Fed-Zinserhöhung mit Verlusten in die neue Woche

Aktienindizes in der Asien-Pazifik-Region fielen am Montag nach den restriktiven Äusserungen von Warsh. Der südkoreanische Kospi notierte 0.5% tiefer, Japans Nikkei 225 sank um 0.5% und der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0.6% nach. Der chinesische CSI 300 verlor 0.4%, obwohl sich Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August auf 49.8 Punkte von 49.2 im Juli verbesserte, aber unter der Schwelle von 50 Punkten blieb, welche Expansion von Kontraktion trennt. Der australische S&P/ASX 200 verlor unterdessen 0.2% und Indiens Nifty 50 sank um 0.7%.

Wall Street nach Warsh-Signal schwächer

US-Aktien schlossen am Freitag nach Warshs Rede tiefer. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0.7% auf 29’433.43 Punkte, während der S&P 500 um 0.3% auf 7711.76 Punkte sank und der Dow Jones Industrial Average bei 53’559.99 Punkten nahezu unverändert blieb. Halbleiteraktien führten die Verluste an, da Anlegerinnen und Anleger den Ausblick für die US-Zinsen neu bewerteten. Der Zahlungsdienstleister PayPal fiel um 12.7%, nachdem Advent und Stripe Berichten zufolge ihre Übernahmepläne aufgegeben hatten.

Schweizer KOF-Barometer deutet auf insgesamt verbesserte Wirtschaftslage hin

Das KOF-Konjunkturbarometer der Schweiz stieg im August um 2.5 Punkte auf 106.7, nach revidierten 104.2 im Juli, und lag damit deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt, wie Daten vom Freitag zeigten. Der Anstieg spiegelte stärkere Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe, Dienstleistungen und die Auslandsnachfrage wider, während die Indikatoren zur Konsumnachfrage leicht schwächer ausfielen. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes und des Baugewerbes stützten die Lagerbestände an Vorleistungsgütern, die Beschäftigungsaussichten, die Produktion und die Auftragsbücher den Ausblick. Der Swiss Market Index stieg am Freitag um 0.1%, wurde jedoch von anderen europäischen Indizes übertroffen: Der Euro Stoxx 50 gewann 1%, der deutsche DAX stieg um 0.8% und der französische CAC 40 legte um 1% zu.

Öl steigt nach US-Angriffen auf Iran

Die Ölpreise stiegen am Montag, nachdem US-Streitkräfte am Sonntag zwei iranische Raketenabschussanlagen auf der Insel Larak angegriffen hatten. Dies verstärkte die Sorgen über Versorgungsunterbrüche in der Strasse von Hormus. Terminkontrakte auf Brent-Rohöl notierten 5.5% höher bei USD 90.85 je Barrel, während Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 3% auf USD 85.89 zulegten. Das US-Zentralkommando erklärte, iranische Streitkräfte hätten sich darauf vorbereitet, Raketen mit Seeminen in die Wasserstrasse abzufeuern, wo der Verkehr während des sechsmonatigen regionalen Konflikts stark beeinträchtigt worden sei. US-Präsident Donald Trump drohte zudem damit, die Insel Kharg, Irans wichtigstes Ölexportterminal, zu zerstören, nachdem Teheran Berichten zufolge mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien reagiert hatte.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Devisenreserven Schweiz (09:00), Verbraucherpreisindex Deutschland (14:00) und Dallas-Fed-Herstellungsindex (16:30).

Quelle: ETFWorld


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