LGT Navigator : Chinas stärker als erwartet ausgefallene Handelsdaten vom Dienstag unterstrichen die robuste Nachfrage nach Hightech- und Fahrzeugexporten und stützten Halbleiteraktien in ganz Asien.
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Der südkoreanische KOSPI stieg dank Kursgewinnen bei Chipherstellern, während japanische und Hongkonger Aktien angesichts höherer Ölpreise und Erwartungen einer restriktiveren US-Geldpolitik nachgaben. Die europäischen Märkte schlossen am Montag wenig verändert, da Anlegerinnen und Anleger auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag sowie die US-Inflationsdaten am Freitag warteten. Die US-Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen. Am Montag waren die US-Märkte wegen des Labor-Day-Feiertags geschlossen.
Chinas Exporte stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 25% und beschleunigten sich damit gegenüber 23.9% im Juli, da die Nachfrage im Ausland nach Fahrzeugen und Hightech-Gütern robust blieb, wie Zolldaten vom Dienstag zeigten. Die Importe erhöhten sich nach einem Anstieg von 27.5% im Juli um 28.2%, wodurch sich Chinas Handelsüberschuss von USD 112.5 Mrd. auf USD 119.1 Mrd. ausweitete. Kräftige Ausfuhren von Elektrofahrzeugen, Industriemaschinen und Halbleitern haben China geholfen, die Auswirkungen der erhöhten US-Zölle durch eine Ausweitung der Verkäufe nach Südostasien, Lateinamerika und Afrika abzufedern. Die Daten wurden vor einem für Ende dieses Monats geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping veröffentlicht, während der schwache Konsum und die verhaltenen Investitionen die chinesische Wirtschaft weiterhin belasten. Der chinesische CSI 300 verlor am Dienstag 0.1%.
Asiatische Aktien uneinheitlich, Chipwerte steigen
Die übrigen asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Dienstag uneinheitlich, da eine Rally bei südkoreanischen Halbleiterwerten Technologietitel stützte. Steigende Ölpreise, höhere Renditen von US-Staatsanleihen und Erwartungen einer restriktiveren US-Geldpolitik begrenzten jedoch die Risikobereitschaft. Der südkoreanische KOSPI gewann 1%, wobei SK Hynix und Samsung Electronics den Index nach oben trieben. Japans Nikkei 225 verlor dagegen 0.4%, nachdem am Dienstag veröffentlichte Daten gezeigt hatten, dass die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal auf annualisierter Basis um 1.4% wuchs. Dies war eine Aufwärtsrevision gegenüber der ersten Schätzung von 1.1%, lag aber unter dem Wachstum von 1.8% im ersten Quartal. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 0.6%.
Ölpreise steigen wegen Risiken für die Versorgung im Golf
Die Ölpreise setzten ihre Aufwärtsbewegung am Dienstag fort, da Sorgen über mögliche Unterbrechungen der Energieversorgung im Nahen Osten die vorläufigen Anzeichen für diplomatische Fortschritte zwischen Iran und Oman überwogen. Futures auf Brent-Rohöl stiegen um 1.1% auf USD 98.09 je Barrel, nachdem sie am Montag um fast 1% und in der vergangenen Woche um 8% zugelegt hatten. Futures auf West Texas Intermediate (WTI) gewannen 2.2% auf USD 93.46 und waren in der vergangenen Woche um fast 10% gestiegen. Der Iran warnte, dass US-Energieanlagen sowie Öl- und Gasinfrastruktur im Golf nach jüngsten Angriffen Ziel von Vergeltungsmassnahmen werden könnten. Vorgeschlagene Beschränkungen und eine alternative Schifffahrtsroute in der Strasse von Hormus schürten zudem Sorgen über einen langsameren Tankerverkehr.
Europäische Aktien vor wichtigen Ereignissen verhalten
Die europäischen Aktienmärkte starteten am Montag zurückhaltend in die Woche, da Anlegerinnen und Anleger auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag und die US-Inflationsdaten am Freitag warteten. Die US-Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen. Der Euro Stoxx 50 stieg, unterstützt von Technologie- und KI-bezogenen Aktien, um 0.2% auf 6403.85 Punkte. Der Schweizer SMI fiel um 0.8% auf 14’279.38 Punkte. Belastet wurde er von Novartis nach enttäuschenden Ergebnissen einer Studie zu Pelacarsen sowie vom Rückversicherer Swiss Re, der vor zunehmenden Waldbrandrisiken warnte.
Wachstum in der Eurozone beschleunigt sich
Das Bruttoinlandprodukt der Eurozone stieg im zweiten Quartal um 0.6%, nachdem es im ersten Quartal stagniert hatte. Die Wirtschaftsleistung der EU erhöhte sich nach einem Anstieg von 0.1% um 0.7%, wie Eurostat am Montag mitteilte. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr beschleunigte sich in der Eurozone auf 1.2% und in der EU auf 1.4%, da der Aussenhandel den negativen Beitrag der Lagerbestände mehr als ausglich. Die Beschäftigung stieg in beiden Regionen um 0.1%. Derweil kletterte das Sentix-Anlegervertrauen im September von 0.9 auf 5.1 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Dies spiegelt vor allem in Deutschland verbesserte Einschätzungen der aktuellen Lage und des Ausblicks wider.
Schweizer Arbeitslosenquote bleibt unverändert
Die Schweizer Arbeitslosenquote verharrte im August bei 3%, während die Zahl der registrierten Arbeitslosen gegenüber Juli um 2268 auf 141’544 stieg, wie das SECO am Montag mitteilte. Die Arbeitslosigkeit lag 7.1% über dem Vorjahresniveau, während die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 3.1% stabil blieb. Die Zahl der registrierten Stellensuchenden war gegenüber Juli weitgehend unverändert.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Handelsbilanz Deutschland (08:00) und Handelsbilanz Frankreich (08:45).
Quelle: ETFWorld
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