LGT : Microns Zahlen stützen asiatische Chipaktien

LGT Navigator : Die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen des US-Technologieunternehmens Micron stützten am Donnerstag japanische Chipaktien.

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Die asiatischen Börsen legten mehrheitlich zu, während die Aktienmärkte in den USA am Mittwoch trotz schwächerer Inflationsdaten uneinheitlich schlossen, da steigende Ölpreise Sorgen über den künftigen Preisdruck schürten. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) berichtete von robustem Wachstum, während das britische Wirtschaftswachstum nach oben revidiert wurde und die Inflation in Deutschland, Frankreich und Italien stieg. Am Donnerstag stehen die Schweizer Inflationsdaten, Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA sowie die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Zudem stehen eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie die Geschäftszahlen von Accenture und Nike an.

Die Aktienmärkte in Asien legten am Donnerstag mehrheitlich zu. Japans Nikkei 225 gewann nach den starken Geschäftszahlen des US-Chipherstellers Micron 3.2%. Südkoreas KOSPI stieg um 1.7%, während Australiens S&P/ASX 200 nach einer deutlichen Verringerung des Handelsüberschusses um 1.8% fiel. Japans Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank im September von 54.9 auf 54.1 Punkte. Damit verlangsamte sich das Wachstum auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten, da Produktion und Auftragseingänge an Schwung verloren. Die Exportnachfrage blieb jedoch stark. Abseits der Aktienmärkte stieg Gold auf rund USD 4220 je Unze, nachdem das Edelmetall im September rund 6% verloren hatte. Brent-Rohöl fiel um 1.4% auf USD 96.64 je Barrel und West Texas Intermediate um 1.8% auf USD 88.84. Bitcoin gewann 0.9% auf rund USD 84’200.

US-Börsen trotz schwächerer Inflation uneinheitlich

Die US-Börsen schlossen am Mittwoch uneinheitlich, da steigende Ölpreise die Erleichterung über niedriger als erwartet ausgefallene Inflationsdaten dämpften. Der Dow Jones verlor 0.9% auf 50’906.05 Punkte und der S&P 500 0.3% auf 7651.54 Punkte, während der Nasdaq-100 um 0.2% auf 30’408.50 Punkte stieg. Der US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) verharrte im August bei 3.4%, die Kerninflation lag bei 3%. Beide Werte blieben unter den Prognosen, was die Erwartungen einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank im Oktober verringerte. Die Konsumausgaben stiegen im August gegenüber dem Vormonat um 0.9%. Zugleich wurde das annualisierte Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal von 1.5% auf 2.2% nach oben revidiert. Auf dem Arbeitsmarkt schufen private US-Unternehmen im September 90’000 Stellen, nach revidierten 36’000 im August, wie ADP berichtete. Das US-Warenhandelsdefizit weitete sich im August wegen höherer Importe um 11.5% auf USD 132.6 Milliarden aus und könnte das Wachstum im dritten Quartal belasten.

US-Chiphersteller Micron übertrifft Gewinnerwartungen

Micron meldete am Mittwoch für das vierte Geschäftsquartal einen Gewinn von USD 33.42 je Aktie und einen Umsatz von USD 54.23 Milliarden. Beide Werte übertrafen die Markterwartungen. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn je Aktie bei USD 3.03 und der Umsatz bei USD 11.31 Milliarden gelegen. Die starke Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz trug zum Anstieg bei. Für das erste Geschäftsquartal stellte Micron einen Umsatz von USD 60 Milliarden bis USD 63 Milliarden in Aussicht, ebenfalls über den Analystenerwartungen.

Schweizer Wachstum robust und britisches BIP nach oben revidiert

Die Schweizerische Nationalbank erklärte am Mittwoch, die Wirtschaft sei im dritten Quartal robust gewachsen. Die Industrie gewann an Schwung, und Unternehmen planten Neueinstellungen. Die Nationalbank erwartet für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1.5% bis 2% und für 2027 von rund 1.5%. Ihren Leitzins hatte die SNB in der Vorwoche bei 0% belassen. In Grossbritannien wurde das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal am Mittwoch von 0.4% auf 0.5% nach oben revidiert. Gegenüber den 0.6% im ersten Quartal verlangsamte es sich jedoch; den grössten Wachstumsbeitrag lieferte der Aussenhandel. Das reale verfügbare Haushaltseinkommen pro Kopf stieg um 1%, nachdem es im Vorquartal um 0.8% gesunken war.

Höhere Inflation in Deutschland, Frankreich und Italien

Die Jahresinflation der Konsumentenpreise stieg im September in Deutschland von 2.9% auf 3.3%, in Frankreich von 2.4% auf 3% und in Italien von 3.3% auf ein Dreijahreshoch von 4.2%. Höhere Energiepreise trugen zum Anstieg bei. Die deutsche Kerninflation verharrte bei 2.4%, während die EU-harmonisierte Inflationsrate in Frankreich 3.4% und in Italien 4.1% erreichte. Die deutschen Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 1.3%, nachdem sie im Juli um 3.2% gefallen waren. Gegenüber dem Vorjahr lagen sie jedoch 0.4% tiefer. Die Arbeitslosenquote in Deutschland blieb bei 6.4%, während die Zahl der arbeitslosen Personen um 12’000 auf 3.012 Millionen stieg. Die Konsumausgaben der französischen Haushalte sanken im August um 0.5%, nachdem sie im Juli um 0.4% gestiegen waren.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Accenture und Nike.

Konjunkturdaten im Fokus: Konsumentenpreisindex Schweiz (08:30), Detailhandelsumsätze Schweiz (08:30), Einkaufsmanagerindex Schweiz (09:30), Einkaufsmanagerindex Italien (09:45), Einkaufsmanagerindex Frankreich (09:50), Einkaufsmanagerindex Deutschland (09:55), Arbeitslosenquote Italien (10:00), Einkaufsmanagerindex Eurozone (10:00), Einkaufsmanagerindex Grossbritannien (10:30), Arbeitslosenquote Eurozone (11:00), wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe USA (14:30), Einkaufsmanagerindex Kanada (15:30), Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde spricht (15:30), Einkaufsmanagerindex USA (15:45), ISM-Einkaufsmanagerindex USA (16:00), Präsident der Schweizerischen Nationalbank Martin Schlegel spricht (17:30).

Quelle: ETFWorld


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