LGT Navigator : Die Aussicht auf erneute US-Militäraktionen gegen den Iran liess die Ölpreise am Donnerstag steigen und verstärkte die Sorgen über die Inflation und die Zinsaussichten.
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Die Wall Street schloss am Mittwoch angesichts steigender Anleihenrenditen im Minus. Gleichzeitig zeigte das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), dass die meisten Mitglieder eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende erwarteten. Auch die asiatischen Märkte gaben am Donnerstag nach. Die Samsung-Aktie verlor trotz eines erwarteten Rekordgewinns an Wert, da selbst das starke Gewinnwachstum des Chipherstellers hinter den Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger zurückblieb.
Asiatische Aktien geben wegen steigender Ölpreise und Anleihenrenditen nach
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Donnerstag Verluste. Der südkoreanische KOSPI sank um 1.3%, der japanische Nikkei 225 um 0.6%, der Hang Seng Index in Hongkong um 0.8% und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland um 0.9%. Steigende Ölpreise und hohe Renditen von US-Staatsanleihen dämpften die Nachfrage nach Aktien. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen lag bei 4.8%, jene zehnjähriger Titel bei 5.3%. Die Samsung-Aktie verlor am Donnerstag 0.5%, da der Gewinn die Markterwartungen verfehlte. Dies, obwohl der geschätzte operative Gewinn im dritten Quartal mit KRW 107.4 Billionen einen Rekord erreichte, 782% über dem Vorjahreswert und über den KRW 89.5 Billionen des zweiten Quartals. Die starke Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz und das knappe Angebot an Speicherchips unterstützten das Wachstum. Mehrjährige Liefervereinbarungen erhöhten zudem die Planungssicherheit hinsichtlich der künftigen Nachfrage.
Ölpreise steigen angesichts wachsender Eskalationsängste im Iran-Konflikt
Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl stiegen um 2.5% auf USD 102.75 pro Barrel, während jene auf West Texas Intermediate (WTI) um 2.3% auf USD 90.29 zulegten. Anlegerinnen und Anleger bewerteten die Risiken für die Ölversorgung aus dem Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump äusserte sich am Mittwoch zurückhaltend gegenüber einem Abkommen mit dem Iran. Gleichzeitig deuteten Medienberichte darauf hin, dass Washington erneute Militäraktionen in den kommenden Wochen erwog. Angriffe der Huthi auf saudische Flughäfen und iranische Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus verstärkten die Sorgen über weitere Beeinträchtigungen der Schifffahrt und der Energieinfrastruktur. Die Preise blieben hoch, obwohl sich die Ölexporte aus der Region wieder dem Niveau vor dem Konflikt näherten. Der US-Dollar-Index lag mit 102.26 nahezu unverändert. Gold verteuerte sich um 0.5% auf rund USD 4130 pro Unze, während Bitcoin um 1.6% auf rund USD 83’100 nachgab.
US-Aktien geben wegen Zinssorgen nach
Die US-Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch Verluste. Der Dow Jones Industrial Average sank um 0.7% auf 51’179.87 Punkte. Der S&P 500 verlor 0.2% auf 7801.77 Punkte, während der Nasdaq-100 um 0.2% auf 31’160.08 Punkte nachgab. Die beiden letztgenannten Indizes entfernten sich damit von ihren am Dienstag erreichten Rekordständen. Anlegerinnen und Anleger nahmen Gewinne mit, da steigende Anleihenrenditen und hohe Ölpreise Sorgen über die Inflation und weitere Zinserhöhungen der Fed schürten. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung zeigte, dass alle 19 Mitglieder die Zinserhöhung im September unterstützten. Viele verwiesen dabei auf das Risiko eines zunehmenden Inflationsdrucks. Die meisten Mitglieder hielten zudem eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende für wahrscheinlich, betonten jedoch, dass künftige Entscheidungen von den eingehenden Wirtschaftsdaten abhängen würden.
Deutsche Industrieproduktion erholt sich
Die deutsche Industrieproduktion stieg im August gegenüber dem Vormonat um 2% und machte damit den revidierten Rückgang von 1.2% im Juli mehr als wett. Dies geht aus den saison- und kalenderbereinigten Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch veröffentlichte. Die Bauproduktion legte um 9.3% und die Produktion im Maschinenbau um 5.3% zu. Diese Zuwächse überwogen den Rückgang der Automobilproduktion um 5.4%, der teilweise darauf zurückzuführen war, dass die Werksferien stärker auf den August entfielen als im Vorjahr. Die energieintensiven Branchen blieben schwach: Ihre Produktion sank gegenüber dem Vormonat um 0.5% und gegenüber dem Vorjahr um 2.1%. Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Mittwoch uneinheitlich. Der Euro Stoxx 50 fiel um 1.4% und der deutsche DAX verlor ebenfalls 1.4%, während der Swiss Market Index um 0.1% zulegte.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von PepsiCo und Progressive.
Konjunkturdaten im Fokus: Handelsbilanz Deutschland (08:00), Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank (13:30), wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA (14:30).
Quelle: ETFWorld
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