Strohmeier Marco Amundi ETF

Amundi ETF: Analyse der globalen ETF-Mittelzuflüsse – März 2023

Amundi ETF :  Die weltweiten Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) summierten sich im März 2023 auf 46,1 Mrd. Euro.

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Marco Strohmeier, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Amundi Switzerland


Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt.

Anleger setzten global vor allem auf Obligationen-ETFs, die um 32,9 Mrd. Euro zulegten. Aktien-ETFs verbuchten hingegen nur ein Plus von 9,6 Mrd. Euro. Der nordamerikanische ETF-Markt lag nach einem schwachen Vormonat im Regionenvergleich vorn (+32,6 Mrd. Euro) gefolgt vom europäischen (+11,9 Mrd. Euro) und dem asiatisch-pazifischen Markt (+1,0 Mrd. Euro).

Die beiden beliebtesten ETF-Strategien waren langlaufende Staatsanleihen und ultrakurze Anleihen, die jeweils um rund 8 Mrd. Euro zulegten. Die starken Zuflüsse in Anleihen mit niedriger Duration zeigen, dass einige Bond-Anleger weiterhin vor Volatilitätsrisiken fürchten. Gleichzeitig unterstreicht die starke Nachfrage nach Staatsanleihen, dass einige Anleger wegen des Risikos einer Rezession vorsichtig sind. Auffallend waren zudem Rückgaben in Höhe von 4 Mrd. Euro aus Large-Value-ETFs. Dies deutet ebenfalls darauf hin, dass Anleger über die wirtschaftlichen Konjunkturaussichten besorgt sind.

Mittelflüsse in Europa – März

Aktien-ETFs: Globale, US- und Schwellenländerindizes im Fokus

In Europa waren Aktien-ETFs beliebter als global. Die Zuflüsse lagen mit 5,8 Mrd. Euro auf demselben Niveau wie die von Obligationen-ETFs. Globale (+1,9 Mrd. Euro), US- und Schwellenländer-Aktienindizes (je +1,7 Mrd. Euro) waren dabei am beliebtesten.

Im ersten Quartal 2023 summierten sich Aktien-ETF-Zuflüsse auf insgesamt 21 Mrd. Euro, wobei 11 Mrd. Euro auf Schwellenländer-Aktien-ETFs entfielen. Auch Europa-Indizes waren erneut gefragt (+1,4 Mrd. Euro).

Anleger interessierten sich zudem wieder für ETFs auf Technologieaktien (+500 Mio. Euro). Die Trends bei Smart-Beta-ETFs spiegelten die Sorgen über eine mögliche Rezession wider: Qualitäts- und Minimum-Volatilitätsstrategien waren gefragt (+500 und +300 Mio. Euro), während aus Value-Strategien Mittel (-500 Mio. Euro) abzogen wurden.

In Aktien-ESG-ETFs investierten Anleger 1,3 Mrd. Euro. Im Gegensatz zu den Vormonaten bevorzugten Anleger ETFs auf asiatische Industrieländer (+ 800 Mio. Euro), Schwellenländer (+700 Mio. Euro) und Europa (+500 Mio. Euro).

Obligationen-ETFs: Staatsanleihe-ETFs dominieren klar

Bei Zuflüssen in Anleihe-ETFs von 5,8 Mrd. Euro setzten Anleger vor allem auf Staatsanleihe-ETFs (+4,8 Mrd. Euro). Gefragt waren vor allem auf Euro lautende Staatsanleihe-ETFs mit Zuflüssen von 3,3 Mrd. Euro. Auf US-Dollar lautende Anleihe-ETFs legten um 1,1 Mrd. Euro zu.

Ausserdem zogen Anleger 0,4 Mrd. Euro aus ETFs auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating ab, wobei eine deutliche Divergenz zwischen ETFs auf Euro-Anleihen (+400 Mio. Euro) und solchen auf US-Anleihen (-900 Mio. Euro) bestand.

Zudem flossen insgesamt 200 Mio. Euro in ESG-Anleihe-ETFs. 300 Mio. Euro sammelten ESG-Staatsanleihe-ETFs ein, während 200 Mio. Euro aus ESG-Hochzinsanleihe-ETFs abzogen wurden.

Quelle: ETFWorld.ch


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