LGT Navigator : Europäische Aktien legten am Montag kräftig zu, da Anlegerinnen und Anleger zunehmend optimistisch wurden, dass ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran die Spannungen rund um die Strasse von Hormus entschärfen könnte.
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Neue US-Militärschläge im Süden Irans und uneinheitliche Signale aus Washington hielten die Energiemärkte jedoch in Bewegung. Brent-Rohöl stieg am Dienstag im asiatischen Handel, während WTI nachgab, was die unterschiedliche Sensitivität gegenüber Angebotsrisiken im Nahen Osten und der Lagerdynamik in den USA widerspiegelte. An den Märkten verlief der Wochenstart verhalten, da die Börsen in den USA, der Schweiz, Grossbritannien, Hongkong und Südkorea geschlossen waren. Unterdessen entwickelten sich asiatische Aktien am Dienstag uneinheitlich, wobei Südkorea besser abschnitt und Japan nach den jüngsten Rekordhochs nachgab.
Brent-Rohöl stieg am Dienstag im asiatischen Handel um 2% auf USD 96 pro Barrel, während die WTI-Futures für Juli um 4.7% auf USD 92 fielen, da US-Militärschläge im Süden Irans und die Unsicherheit über die Gespräche zwischen Washington und Teheran die Energiemärkte verunsicherten. Die Divergenz spiegelte die engere Verbindung von Brent zu Angebotsrisiken im Nahen Osten wider, insbesondere rund um die Strasse von Hormus, während WTI durch steigende US-Lagerbestände belastet wurde. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dass die Gespräche mit dem Iran Fortschritte machten, warnte jedoch, dass die Militäraktionen wieder aufgenommen werden könnten, falls die Diplomatie scheitere. Der US-Dollar blieb fest, während der Goldpreis am Dienstag um rund 1% fiel und bei etwa USD 4530 je Unze notierte.
Kospi erreicht Rekordniveau dank Iran-Hoffnungen
Der südkoreanische Kospi stieg am Dienstag um 2.9% und erreichte im Tagesverlauf ein Rekordhoch, nachdem der Handel nach einem Feiertag wieder aufgenommen worden war und Hoffnungen auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran die Stimmung stützten. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dass die Verhandlungen mit Teheran vorankämen, obwohl US-Streitkräfte auch iranische Raketenstellungen und Schiffe angegriffen hatten, die im Süden Irans angeblich Minen legen wollten. Andere asiatische Märkte entwickelten sich uneinheitlich: Der japanische Nikkei 225 fiel um 0.3%, nachdem er jüngst die Marke von 65’000 Punkten überschritten hatte. Der australische S&P/ASX 200 gab um 0.3% nach. Der Hang Seng Index in Hongkong notierte praktisch unverändert, während der CSI 300 in Festlandchina 0.1% tiefer lag.
Geschäftsklima in Deutschland hellt sich leicht auf
Zum Abschluss der makroökonomischen Daten der vergangenen Woche stieg der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland im Mai laut den am Freitag veröffentlichten Daten von 84.5 im April auf 84.9. Dies deutet darauf hin, dass sich die Unternehmensstimmung nach der deutlichen Abschwächung im März und April stabilisiert hat. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage etwas günstiger, während die Erwartungen von 83.5 auf 83.8 stiegen, aber pessimistisch blieben. Der Dienstleistungs- und der Handelssektor verzeichneten Zuwächse, die Industrie verbesserte sich nur leicht, da die Auftragseingänge zurückgingen und sich die Erwartungen weiter verschlechterten, während sich der Bausektor erneut abschwächte. Das ifo Institut erklärte, die deutsche Wirtschaft stabilisiere sich vorerst, auch wenn die Lage fragil bleibe.
Detailhandelsumsätze in Grossbritannien fallen deutlich
Ebenfalls am Freitag wurden Daten zu den Detailhandelsumsätzen in Grossbritannien veröffentlicht. Sie zeigten, dass die Volumen im April um 1.3% sanken, nachdem sie im März um 0.6% gestiegen waren. Dies war der stärkste monatliche Rückgang seit Mai vergangenen Jahres. Belastet wurden die Umsätze durch einen Einbruch der Treibstoffkäufe um 10.2% nach der stärkeren Nachfrage im März, während die Bekleidungsumsätze um 2.4% zurückgingen, da schwaches Wetter, eine geringere Nachfrage und Preissensibilität die Ausgaben belasteten. Ohne Treibstoff sanken die Detailhandelsumsätze immer noch um 0.4%, obwohl die Umsätze in den drei Monaten bis April um 0.5% höher lagen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Haushalte vorsichtiger werden, da höhere Treibstoffkosten und eine allgemeine Unsicherheit die Konsumausgaben belasten.
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Quelle: ETFWorld
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