LGT Navigator : Die asiatischen Aktienmärkte fielen am Freitag nach den Gewinnen vom Vortag deutlich, angeführt von starken Verlusten in Japan und Südkorea.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
Anlegerinnen und Anleger nahmen bei Technologiewerten Gewinne mit, nachdem Apples kräftiger Kursrückgang neue Sorgen über hohe KI-Bewertungen und steigende Chipkosten ausgelöst hatte. US-Aktien schlossen am Donnerstag uneinheitlich, wobei Kursgewinne bei Halbleiterwerten unter Führung von Micron dem Nasdaq 100 zu einer Outperformance verhalfen und den Dow Jones Industrial Average auf ein Rekordhoch trieben, auch wenn Apple die breitere Marktstimmung belastete. Europäische Aktien schlossen am Donnerstag ebenfalls höher, während die Ölpreise am Freitag trotz erneuter Spannungen mit dem Iran erneut fielen, was darauf hindeutet, dass die Märkte weiterhin vor allem auf den Angebotsausblick achten.
Die asiatischen Aktienmärkte fielen am Freitag deutlich, angeführt von Südkorea und Japan, da Anlegerinnen und Anleger bei Technologiewerten Gewinne mitnahmen, nachdem Apples Kursrückgang von 6.1% am Donnerstag neue Sorgen über hohe KI-Bewertungen und steigende Chipkosten ausgelöst hatte. Südkoreas KOSPI brach um 5.6% ein und Japans Nikkei 225 verlor 4.1%, während die Aktien der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix nach einer starken Rally am Vortag jeweils mehr als 6% einbüssten. Auch die Märkte in China gaben nach: Der CSI 300 fiel um 2.4% und der Shanghai Composite um 1.5%. Bei den Konjunkturdaten zeigte sich, dass die am Freitag veröffentlichten Tokioter Inflationsdaten einen Anstieg der Kernverbraucherpreise um 1.6% gegenüber dem Vorjahr auswiesen, während sich das zugrunde liegende Mass von 0.7% auf 1.1% beschleunigte. Der breitere Rückgang in der Region erfolgte trotz der Unterstützung durch die starken Resultate von Micron zu Beginn dieser Woche, da Anlegerinnen und Anleger hinsichtlich der Technologienachfrage und der volatilen KI-bezogenen Bewertungen vorsichtig blieben.
US-Aktien uneinheitlich – Dow erreicht Rekordhoch
US-Aktien schlossen am Donnerstag uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.1% auf ein Rekordhoch von 51’920.62 Punkten, da nachlassende Inflationssorgen, Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs und besser als erwartete Konjunkturdaten die Stimmung stützten. Technologiewerte wurden vom Speicherchip-Hersteller Micron getragen, dessen starke Resultate und optimistischer Ausblick die Aktie um 15.7% steigen liessen, während auch andere Halbleiterwerte wie Qualcomm und Applied Materials deutlich zulegten. Der Nasdaq 100 gewann 0.8% auf 29’440.32 Punkte, während der S&P 500 geringfügig auf 7357.49 Punkte nachgab, nachdem Apple nach der Ankündigung ungewöhnlich starker Preiserhöhungen 6.1% verloren hatte.
US-Inflation zieht im Mai an
Die Kerninflation gemessen am persönlichen Konsumausgabenindex in den USA stieg im Mai im Jahresvergleich auf 3.4%, nach 3.1% im April, während die Gesamtteuerung laut den am Donnerstag veröffentlichten Daten von 3.6% auf 4.1% zunahm. Auf Monatsbasis lagen die Anstiege bei 0.3% für die Kernpreise und bei 0.4% für den Gesamtindex, wobei erneut höhere Energiekosten der Haupttreiber waren, da der Iran-Krieg die Treibstoffpreise nach oben trieb und sich der breitere Preisdruck auf andere Teile der Wirtschaft ausweitete. Auch die persönlichen Ausgaben stiegen im Mai um 0.7% und übertrafen damit sowohl die Inflation als auch die Markterwartungen, während die persönlichen Einkommen im gleichen Ausmass zunahmen. Separate Daten vom Donnerstag zeigten zudem, dass das US-BIP-Wachstum im ersten Quartal auf annualisierter Basis von 1.6% auf 2.1% nach oben revidiert wurde, teilweise wegen tieferer Importe, während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von 227’000 auf 215’000 zurückgingen.
Deutsches Konsumklima stabilisiert sich
Die deutsche Konsumentenstimmung für Juli verbesserte sich gemäss den am Donnerstag veröffentlichten Daten leicht auf -29.2 Punkte, nach revidiert -29.7 im Vormonat, blieb insgesamt aber schwach. Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich von -11.2 auf -8.7 und die Preiserwartungen sanken von -0.4 auf -2.9. Der Bericht führte die leichte Verbesserung auf nachlassende Inflationssorgen zurück, da die Rohölpreise gefallen waren und sich die Spannungen im Nahen Osten abgeschwächt hatten. Die europäischen Aktienindizes schlossen am Donnerstag höher. Der Euro Stoxx 50 stieg um 0.9%, während Deutschlands DAX 1% gewann und Frankreichs CAC 40 um 0.6% zulegte. Auch der Schweizer SMI rückte am Donnerstag um 0.8% vor.
Öl fällt trotz Spannungen mit dem Iran
Die Ölpreise gaben am Freitag nach, da Anlegerinnen und Anleger über erneute Spannungen mit dem Iran hinwegsahen und sich stattdessen auf die Aussicht begrenzter Lieferunterbrechungen konzentrierten. Nach einem kurzen Anstieg am Vortag fiel Brent-Rohöl um rund 2% auf USD 74 pro Barrel, während auch US-West-Texas-Intermediate um etwa 2% auf rund USD 70 sank, obwohl ein US-Vertreter erklärte, der Iran habe hinter einem Angriff auf ein Frachtschiff nahe Oman in der Strasse von Hormus gesteckt. Gold und Bitcoin blieben unter Druck: Gold wurde am Freitag bei rund USD 4020 pro Unze gehandelt, Bitcoin bei rund USD 60’000. Der US-Dollar-Index gab von den jüngsten Höchstständen leicht nach.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Handelsbilanz Italien (12:00), Handelsbilanz USA (14:30), University of Michigan Verbrauchervertrauen (16:00).
Quelle: ETFWorld
Newsletter



