LGT Navigator : Ein deutlicher Rückgang bei Halbleiteraktien belastete am Donnerstag die asiatischen Aktienmärkte, wobei der Kospi in Südkorea besonders stark verlor.
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Die Wall Street hatte am Mittwoch uneinheitlich geschlossen: Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 legten zu, während der Nasdaq-100 leicht nachgab. Die europäischen Märkte entwickelten sich richtungslos. Der US-Dollar setzte seinen Rückgang fort, und die Ölpreise gaben trotz der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran leicht nach.
Asiatische Aktien fallen wegen schwacher Chipwerte
Die asiatischen Aktienmärkte gaben am Donnerstag nach, angeführt vom südkoreanischen Kospi, der um 5.5% sank und kurzzeitig eine Handelsunterbrechung auslöste. Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix verloren zwischen 9% und 12%. Japans Nikkei 225 fiel um 2.9%, während Chinas CSI 300 um 1.2% nachgab und Hongkongs Hang Seng Index um 2.1% zulegte. Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Risiken für die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus verstärkten die Sorgen über eine anhaltende Energieinflation, obwohl die Preise für Brent und West Texas Intermediate am Donnerstag leicht nachgaben. Die Bank of Korea erhöhte ihren Leitzins unterdessen um 25 Basispunkte auf 2.75%. Es war die erste Zinserhöhung seit Januar 2023. Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielwert.
US-Aktien legen dank Apple leicht zu
Die US-Aktienmärkte schlossen am Mittwoch uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.3% auf 52’658.64 Punkte und der S&P 500 um 0.4% auf 7572.40 Punkte, während der Nasdaq-100 um 0.3% auf 29’502.60 Punkte fiel. Ein schwächerer Anstieg der US-Erzeugerpreise nach den tieferen Verbraucherpreisdaten vom Dienstag stützte die Stimmung. Die sich verschärfenden Spannungen mit dem Iran liessen die Ölpreise jedoch steigen. Die Apple-Aktie legte nach starken iPhone-Absatzzahlen und der behördlichen Genehmigung für die Apple-Intelligence-Plattform in China um 4% auf ein Rekordhoch zu. PayPal gewann nach Berichten über ein mögliches Übernahmeangebot mehr als 17%.
Europäische Aktienmärkte schliessen uneinheitlich
Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Mittwoch ohne klare Richtung, da Anlegerinnen und Anleger zu Beginn der Berichtssaison vorsichtig blieben. Der Euro Stoxx 50 verlor 0.2% auf 6270.75 Punkte, während der Schweizer SMI um 0.5% auf 14’307.31 Punkte stieg. Auto- und Luxusgüteraktien führten die Gewinnerliste an. Der Schweizer Schmuck- und Uhrenhersteller Richemont legte nach besser als erwarteten Umsätzen um 6.7% zu, während Kering und LVMH um 3.6% beziehungsweise 2.7% stiegen. ASML legte zunächst zu, nachdem das Unternehmen sein Umsatzziel für 2026 aufgrund der robusten Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz angehoben hatte, schloss aber 0.4% tiefer.
Bank of Canada belässt Zinsen unverändert
Die Bank of Canada liess ihren Leitzins am Mittwoch bei 2.25% und prognostizierte trotz erhöhter geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheit eine wirtschaftliche Erholung. Das kanadische Bruttoinlandprodukt blieb zwischen dem ersten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 weitgehend unverändert. Das Wachstum lag nahe bei null und damit deutlich unter der bisherigen Prognose der Zentralbank von 1.5%. Gründe dafür waren unter anderem geringere Staatsausgaben, eine schwächere Fahrzeugproduktion und niedrigere Energieinvestitionen. Die Bank of Canada geht davon aus, dass eine Erholung der Exporte und der Wohnbauinvestitionen im zweiten Quartal das kanadische Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte auf knapp über 1% anheben wird.
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Quelle: ETFWorld
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