LGT Navigator : Über den Erwartungen liegende Ergebnisse von SpaceX und eine höhere Umsatzprognose von Super Micro Computer trugen am Mittwoch zu einer von Halbleiteraktien angeführten Erholung an vielen asiatischen Börsen bei.
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Die Wall Street hatte den Dienstag uneinheitlich beendet: Die breiteren Indizes legten trotz schwächerer Technologieaktien zu, während europäische Börsen nachgaben. Die Ölpreise stiegen am Mittwoch, da die gefährdete Versorgung aus dem Nahen Osten und sinkende US-Rohölbestände die Inflationsrisiken im Fokus hielten.
Asiatische Chipaktien legen dank starker KI-Unternehmenszahlen zu
Asiatische Aktienindizes erholten sich am Mittwoch, da erfreuliche Ergebnisse von US-Technologieunternehmen die Sorgen um KI-Investitionen milderten. Der südkoreanische KOSPI stieg um 2.6%, angeführt von den Chipherstellern Samsung Electronics und SK Hynix. Der US-Serverhersteller Super Micro Computer prognostizierte einen Quartalsumsatz von USD 18.5–19.5 Milliarden, nach zuvor erwarteten USD 14.5–15.5 Milliarden. SpaceX meldete ein Umsatzwachstum von 161% gegenüber dem Vorjahr und bestärkte damit die Erwartungen einer robusten Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die Erholung an Asiens Börsen verlief jedoch uneinheitlich: Der chinesische CSI 300 verlor 0.9% und der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0.6% nach. Der australische Rechenzentrumsbetreiber NextDC brach um rund 40% ein, nachdem Verzögerungen beim Stromnetzausbau zu einer Senkung der Prognose geführt hatten. Gleichzeitig hielten die hohen Ölpreise die Inflationssorgen aufrecht.
Ölpreise steigen angesichts zunehmender Versorgungssorgen
Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl stiegen um 1.6% auf USD 110.49 je Barrel, während die Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.4% auf USD 99.22 zulegten, da die Spannungen im Nahen Osten die Versorgungssorgen verstärkten. Schwindende Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, ein beeinträchtigter Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus und Angriffe auf die saudische Ölinfrastruktur stützten die Preise. Laut Daten des American Petroleum Institute sanken die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 4.93 Millionen Barrel und damit stärker als erwartet. Dies setzte die jüngsten erheblichen Bestandsrückgänge fort, während Hurrikan Isaias die Produktion an der Golfküste beeinträchtigte. Der Goldpreis am Kassamarkt fiel um 0.2% auf USD 4115.89 je Unze, da Inflationssorgen die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank verstärkten und damit die Attraktivität des unverzinsten Edelmetalls schmälerten. Unterdessen legte der US-Dollar-Index leicht um 0.1% auf 101.79 zu, während Bitcoin um 1.2% auf rund USD 82’700 stieg.
US-Aktien schliessen uneinheitlich bei schwächeren Technologiewerten
US-Aktien schlossen am Dienstag uneinheitlich. Der Nasdaq 100 fiel um 0.1% auf 29’490.28 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 1% auf 52’495.88 Punkte und der S&P 500 um 0.3% auf 7712.57 Punkte zulegten. Technologieaktien blieben im Vorfeld der Quartalszahlen von SpaceX und Netflix unter Druck. Gleichzeitig dämpfte ein schwaches Börsendebüt des südkoreanischen KI-Infrastrukturunternehmens Elice die Stimmung zusätzlich.
SpaceX-Ergebnisse übertreffen die Erwartungen
Nach US-Börsenschluss meldete das US-Raumfahrt- und KI-Unternehmen SpaceX am Dienstag für das dritte Quartal einen Umsatz von USD 14.58 Milliarden und einen Gewinn je Aktie von USD 0.35. Beide Kennzahlen übertrafen die Prognosen der Analystinnen und Analysten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte USD 8.81 Milliarden, während die Investitionsausgaben von USD 19.59 Milliarden, darunter USD 16.44 Milliarden für KI, unter den Erwartungen lagen. Die Aktien sprangen im nachbörslichen Handel um 9% nach oben. Konzernchef Elon Musk bestätigte zudem, dass unabhängige Ausschüsse der Verwaltungsräte von SpaceX und Tesla eine mögliche Fusion prüften, betonte jedoch, dass eine Einigung nicht gesichert sei.
Deutsche Konjunkturerwartungen trüben sich ein
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sanken im Oktober von 34.7 Punkten im September auf 28.1 Punkte, wie die am Dienstag veröffentlichten Umfrageergebnisse zeigten. Damit kehrte sich die Verbesserung der Sommermonate um. Die Bewertung der aktuellen Lage verbesserte sich jedoch um 11.2 Punkte auf minus 35.9 Punkte, was darauf hindeutet, dass sich die Wirtschaft allmählich aus der Stagnation löst. Das ZEW warnte, dass die Erholung fragil bleibe: Hohe Energiekosten belasteten die Kaufkraft der Haushalte und die Investitionen der Unternehmen und verlängerten zugleich den Inflationsdruck. Auch die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verschlechterten sich. Der entsprechende Index sank um 7.3 Punkte auf 18.5 Punkte. Europäische Aktien schlossen am Dienstag tiefer: der Euro Stoxx 50 verlor 0.3%, der deutsche DAX 0.1% und der französische CAC 40 0.4%.
Schweizer Aussenhandel setzt Erholung fort
Die Schweizer Exporte stiegen im dritten Quartal saisonbereinigt um 2.6% gegenüber dem Vorquartal auf CHF 75 Milliarden, verglichen mit CHF 70.9 Milliarden ein Jahr zuvor, wie am Dienstag veröffentlichte offizielle Daten zeigten. Das Exportvolumen nahm um 3.3% zu. Die Importe stiegen um 1.8% auf einen Rekordwert von CHF 61 Milliarden, gegenüber CHF 57 Milliarden im dritten Quartal 2025, obwohl ihr Volumen um 1.4% sank. Der Handelsüberschuss weitete sich von CHF 13.2 Milliarden im Vorquartal auf CHF 14 Milliarden aus. Sowohl die Exporte als auch die Importe legten zum zweiten Mal in Folge auf Quartalsbasis zu. Stärkere Chemieexporte glichen einen Rückgang bei den Pharmaexporten aus, während die Uhren- und Fahrzeugexporte Rekordwerte erreichten. Der Swiss Market Index stieg in der jüngsten Handelssitzung um 0.8% auf 14’478.37 Punkte.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Abbott, IBM, Lam Research, Meta Platforms, Philip Morris, SAP, Tesla, Texas Instruments und Thermo Fisher Scientific.
Konjunkturdaten im Fokus: Handelsbilanz Japan (01:50), Verbraucherpreisindex Grossbritannien (08:00), Monatsbericht der Bundesbank (12:00), EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht (18:00).
Quelle: ETFWorld


