LGT Navigator : Die asiatischen Aktienmärkte legten am Donnerstag deutlich zu, nachdem der besser als erwartete Ausblick von Micron das Vertrauen in das Thema künstliche Intelligenz gestärkt und Halbleiterwerte in der Region kräftig nach oben gezogen hatte.
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Südkoreas KOSPI und Japans Nikkei 225 führten die Gewinne an, während die US-Börsen am Mittwoch uneinheitlich geschlossen hatten: Der Dow näherte sich einem Rekordhoch, während der Nasdaq vor den Micron-Zahlen nachgab. Die Ölpreise fielen weiter, als die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus wieder anlief, während Gold in der Nähe eines Siebenmonatstiefs verharrte, gestützt von einem festeren US-Dollar. Nun richten sich die Blicke der Investorinnen und Investoren auf die US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben, zum Bruttoinlandprodukt und zum Arbeitsmarkt, die am Donnerstag neue Hinweise auf den nächsten Schritt der Federal Reserve liefern dürften.
Die asiatischen Aktienmärkte stiegen am Donnerstag, nachdem der stärker als erwartete Ausblick des US-Speicherchipherstellers Micron das Vertrauen in das Thema künstliche Intelligenz gestärkt und Halbleiteraktien in der gesamten Region nach oben getrieben hatte. Südkoreas KOSPI sprang um 5.9% nach oben, während Japans Nikkei 225 um 4.6% zulegte, angeführt von Gewinnen bei Samsung Electronics, SK Hynix, Advantest und Tokyo Electron nach dem kräftigen technologiegetriebenen Ausverkauf zu Beginn dieser Woche. Die chinesischen Märkte entwickelten sich uneinheitlich: Der CSI 300 stieg um 0.9%, während Hongkongs Hang Seng 1.7% verlor. Australiens ASX 200 gab um 0.6% nach, obwohl Daten zeigten, dass im Mai 40’300 Stellen geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote von 4.5% auf 4.4% fiel. Indiens Nifty 50 lag 0.7% im Plus.
US-Aktien uneinheitlich, Technologiewerte schwächer
Die US-Aktienmärkte schlossen am Mittwoch uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.4% auf 51’848.90 Punkte, während der S&P 500 0.1% auf 7358.22 und der Nasdaq 100 0.4% auf 29’220.06 Punkte verloren. Technologiewerte gerieten vor den Quartalszahlen des Speicherchip-Herstellers Micron erneut unter Druck, nachdem es am Dienstag zu einem starken Ausverkauf gekommen war. Nachlassende Inflationssorgen und tiefere Ölpreise halfen jedoch dem Dow, sich einem Rekordhoch zu nähern. Die Micron-Aktien sprangen im nachbörslichen Handel um fast 18% nach oben, nachdem das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss Rekordergebnisse für das dritte Quartal gemeldet hatte. Der Umsatz stieg auf USD 41.5 Mrd., der bereinigte Gewinn erreichte USD 25.11 je Aktie, und die Bruttomarge weitete sich auf 84.9% aus – mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Für das laufende Quartal stellte der Speicherchip-Hersteller zudem eine Bruttomarge von etwa 86% in Aussicht, übertraf damit die Markterwartungen und signalisierte, dass die Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz trotz des Ausverkaufs bei Halbleiteraktien in dieser Woche stark bleibt.
Geschäftsklima in Deutschland verbessert sich
Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland stieg im Juni auf 85.6 nach 85.0 im Mai, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten, da die Unternehmen die aktuelle Lage günstiger einschätzten und für die kommenden sechs Monate etwas weniger pessimistisch wurden. Die Erwartungskomponente erhöhte sich leicht von 83.9 auf 84.1, während der Indikator für die aktuelle Lage von 86.1 auf 87.0 stieg. Die Stimmung verbesserte sich in der Industrie, im Dienstleistungssektor, im Handel und im Baugewerbe. Die Unternehmen verwiesen auf geringere Unsicherheit und die Hoffnung auf eine Entspannung der geopolitischen Spannungen, auch wenn schwache Auftragsbücher in der Industrie und im Baugewerbe ein Belastungsfaktor blieben. Die europäischen Aktienindizes entwickelten sich am Mittwoch uneinheitlich. Der Euro Stoxx 50 gab um 0.2% nach, während Deutschlands DAX 0.6% verlor. Frankreichs CAC 40 gewann dagegen 0.5% und der Swiss Market Index legte 1.5% zu.
Ölpreise fallen, da sich die Strasse von Hormus wieder öffnet
Die Ölpreise fielen am Donnerstag. Sowohl Brent als auch West Texas Intermediate (WTI) notierten mit rund USD 73 beziehungsweise USD 69 je Barrel tiefer und machten damit die Gewinne wieder zunichte, die seit Beginn des Nahostkonflikts Ende Februar erzielt worden waren. Der Rückgang folgte auf wachsenden Optimismus der Investorinnen und Investoren hinsichtlich des globalen Angebots, nachdem mehr als 20 Tanker mit rund 35 Mio. Barrel Rohöl die Strasse von Hormus wieder passiert hatten, nachdem die USA und Iran eine Vereinbarung zur Wiederöffnung der Route getroffen hatten. Die Goldpreise verharrten am Donnerstag in der Nähe eines mehr als siebenmonatigen Tiefs. Der Kassapreis für Gold fiel um 0.4% auf USD 3990 je Unze und sank damit erstmals seit November unter die Marke von USD 4000. Der Rückgang spiegelt einen stärkeren US-Dollar wider, der sechs Handelstage in Folge gestiegen ist und ein 13-Monatshoch erreicht hat, sowie wachsende Erwartungen, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik später in diesem Jahr weiter straffen könnte.
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Quelle: ETFWorld
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