LGT Navigator : US-amerikanische und europäische Aktien legten am Mittwoch zu, da Anzeichen möglicher Fortschritte bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran sowie neue Begeisterung für künstliche Intelligenz die Stimmung stützten.
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Die Wall-Street-Indizes schlossen auf Rekordhochs. Auch die asiatischen Börsen notierten am Donnerstag deutlich höher, angeführt von einem Kurssprung japanischer Aktien, der den Nikkei 225 erstmals über 63’000 Punkte hob. Der US-Dollar blieb insgesamt stabil, während die Ölpreise zur Wochenmitte deutlich nachgaben. Brent-Rohöl wurde bei rund USD 102 pro Barrel gehandelt, West Texas Intermediate (WTI) bei USD 95.
Japanische Aktien legten am Donnerstag kräftig zu, wobei der Nikkei 225 um mehr als 6% auf ein Rekordhoch von über 63’000 Punkten stieg. Der Anstieg erfolgte, da sich Investorinnen und Investoren auf Anzeichen konzentrierten, dass Washington und Teheran möglicherweise doch noch eine Einigung erzielen könnten. Die Gewinne wurden von Technologie-, Material- und Finanzwerten angeführt, wobei SoftBank mit +18.4% zu den auffälligsten Gewinnern zählte. Anderswo in der Region notierte Koreas Kospi 1.6% höher und Australiens S&P/ASX 200 lag 0.8% im Plus. Hongkongs Hang-Seng-Index gewann 1.4%, während Chinas CSI 300 auf dem Festland 0.4% höher gehandelt wurde.
US-Aktien steigen dank KI-Euphorie
US-Aktien bauten ihre Gewinne am Mittwoch aus, da nachlassende Spannungen im Nahen Osten und eine erneute Begeisterung für künstliche Intelligenz die Stimmung anhoben. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1.2% auf 49’910.59 Punkte, der S&P 500 gewann 1.5% auf den Rekordwert von 7365.12, und der Nasdaq 100 legte um 2.1% auf ein Allzeithoch von 28’599.17 zu. Gestützt wurde der Optimismus durch Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu den Gesprächen mit Iran sowie durch starke Unternehmensnachrichten. Zu den auffälligen Gewinnern zählten der Chiphersteller AMD, der Serverhersteller Super Micro Computer, die Google-Muttergesellschaft Alphabet und der Fahrdienstvermittler Uber. Die Aktien von Corning sprangen am Mittwoch um 12% nach oben, nachdem der Hersteller von Glas und optischen Fasern eine mehrjährige Partnerschaft mit Nvidia angekündigt hatte, um die US-Produktionskapazität für optische Konnektivität und Fasern für KI-Infrastruktur auszubauen.
US-Beschäftigung in der Privatwirtschaft übertrifft Prognosen
Bei den Makrodaten zeigte sich, dass US-Privatarbeitgeber im April 109’000 Stellen geschaffen haben, wie die am Mittwoch veröffentlichten ADP-Daten zeigten. Das waren mehr als die 61’000 im März und stärker als vom Markt erwartet. Das jährliche Lohnwachstum für Beschäftigte, die in ihren Stellen blieben, verlangsamte sich von 4.5% auf 4.4%, während die Neueinstellungen vom Bildungs- und Gesundheitswesen angeführt wurden, wo 61’000 Stellen geschaffen wurden, gefolgt von Handel, Transport und Versorgern mit 25’000. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt widerstandsfähig, aber gedämpft blieb, im Einklang mit dem Umfeld niedriger Einstellungen und weniger Entlassungen, das von Vertreterinnen und Vertretern der Federal Reserve beschrieben wurde. ADP erklärte, dass die Zuwächse je nach Unternehmensgrösse und Sektor ungleich ausfielen. So schuf das verarbeitende Gewerbe trotz zollbedingt verstärkter Rückverlagerung der Produktion nur 2000 Stellen, während professionelle und unternehmensbezogene Dienstleistungen 8000 Stellen einbüssten.
Euro-PMI fällt in die Kontraktion
Der Privatsektor der Eurozone rutschte im April wieder in den kontraktiven Bereich. Der S&P Global Composite PMI fiel laut den am Mittwoch veröffentlichten Daten von 50.7 im März auf 48.8 und damit auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten. Der Rückgang wurde vom Dienstleistungssektor verursacht, wo der Index der Geschäftstätigkeit von 50.2 auf 47.6 sank und damit den schwächsten Wert seit Februar 2021 erreichte, während die Produktion im verarbeitenden Gewerbe weiter zunahm. Die Neuaufträge gingen den zweiten Monat in Folge zurück, und das Geschäftsklima fiel auf den tiefsten Stand seit 31 Monaten, da der Krieg im Nahen Osten die Nachfrage belastete. Gleichzeitig beschleunigte sich die Inflation bei den Inputkosten auf ein 40-Monats-Hoch, und die Verkaufspreisinflation stieg so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr. Europäische Aktienindizes schlossen am Mittwoch deutlich höher. Der Euro Stoxx 50 gewann 2.5%, während Deutschlands DAX 2.1% stieg und Frankreichs CAC 40 um 2.9% zulegte. Der Schweizer SMI rückte am Mittwoch ebenfalls um 1.8% vor.
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Quelle: ETFWorld
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