LGT Navigator : Hoffnungen, dass das Ergebnis der US-Wahlen den Weg für eine Entspannung im Iran-Konflikt ebnen könnte, belasteten die Rohölpreise, während die Wall Street am Mittwoch zulegte.
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Ein Rückgang des US-Dollars und der Anleihenrenditen liess auch den Goldpreis steigen. An den asiatischen Aktienmärkten verlief der Handel am Donnerstag uneinheitlicher: Enttäuschende Ergebnisse von Chipherstellern belasteten koreanische und japanische Aktien, während die Märkte in Hongkong und Australien zulegten. Europäische Aktien schlossen am Mittwoch höher, obwohl sich die Inflation in der Eurozone weiter beschleunigte.
Ölpreise fallen, Gold legt nach US-Wahlausgang zu
Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl fielen am Donnerstag um 0.5% auf USD 94.16 je Barrel, da die Wahlsiege der Demokratischen Partei bei den US-Zwischenwahlen Hoffnungen auf Fortschritte bei der Beendigung des US-Iran-Konflikts und eine Entspannung bei den Lieferstörungen schürten. Die Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) gaben um 1.1% auf USD 87.15 je Barrel nach. Sowohl Brent als auch WTI waren am Mittwoch um mehr als 8% gefallen. Der Goldpreis am Kassamarkt stieg am Donnerstag um 1.6% auf USD 4125.54 je Feinunze, da der demokratische Wahlsieg den US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck setzte. Der US-Dollar-Index sank um 0.3% auf 101.27, nachdem er am Mittwoch bereits 0.4% verloren hatte. Dadurch wurde Gold für Käuferinnen und Käufer im Ausland günstiger, während sinkende Renditen die Opportunitätskosten für das Halten des unverzinsten Edelmetalls verringerten. Die Erwartung, dass der Kongress die Steuersenkungs- und Ausgabenpläne von US-Präsident Donald Trump begrenzen würde, stützte Anleihen. Die Renditen zwei- und zehnjähriger US-Staatsanleihen waren rückläufig und lagen bei 4.6% beziehungsweise 4.8%.
US-Aktien legen zu, Aktien mit KI-Bezug bleiben zurück
US-Aktien legten am Mittwoch zu, nachdem die Demokratische Partei die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses gewonnen hatte. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 3% auf 53’356.12 Punkte, während der S&P 500 um 1.6% auf 7688.62 Punkte zulegte. Der Nasdaq-100 gewann 0.9% auf 28’437.17 Punkte und blieb damit zurück, da Sorgen über eine strengere Regulierung der künstlichen Intelligenz (KI) Halbleiteraktien belasteten. Unter anderem verlor Nvidia 3.2%. Anlegerinnen und Anleger begrüssten die Aussicht auf eine gemässigtere Politik nach der Wahl sowie die erklärte Bereitschaft von US-Präsident Donald Trump, mit der Demokratischen Partei zusammenzuarbeiten. Bei den makroökonomischen Daten meldete der Lohnabrechnungsdienstleister ADP am Mittwoch, dass Privatunternehmen in den USA im Oktober 86’000 Stellen geschaffen hatten. Dies entsprach dem nach unten revidierten Septemberwert und lag leicht über den Markterwartungen. Die Zahlen gehen dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag voraus.
Asiatische Aktienmärkte uneinheitlich, Halbleiteraktien brechen ein
Der südkoreanische KOSPI fiel am Donnerstag zeitweise um 5.3%, was eine fünfminütige Einschränkung des verkaufsseitigen Programmhandels auslöste. Enttäuschende Ergebnisse der US-Chipentwickler Qualcomm und Arm verstärkten die Sorgen über die Wachstumsaussichten der Halbleiterbranche. Japans Nikkei 225 sank um 1.7%, während der Hang Seng in Hongkong um 3.5% und der CSI 300 in Festlandchina um 0.1% zulegten, gestützt durch günstigere Zentralbankfinanzierungen für Aktienkäufe und -rückkäufe. Australiens S&P/ASX 200 gewann 2.6% und profitierte von niedrigeren Ölpreisen sowie einem höher als erwarteten Überschuss im Warenhandel im September von AUD 2.83 Milliarden. Dieser war von AUD 184 Millionen im August gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit sieben Monaten.
Inflation in der Eurozone steigt auf 4%
Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone stieg im Oktober auf geschätzte 4%, nach 3.8% im September und 2.1% im Oktober 2025, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Zahlen von Eurostat hervorgeht. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0.4%, während sich die jährliche Energieinflation von 18.9% auf 20.8% beschleunigte und damit den Anstieg der Gesamtinflationsrate antrieb. Die Teuerung bei Dienstleistungen erhöhte sich leicht von 3.2% auf 3.3%, während die Inflation bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak von 1.3% auf 1.6% stieg. Die Kerninflation, die Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak ausschliesst, blieb unverändert bei 2.5%. Am Mittwoch schloss der Euro Stoxx 50 um 2.3% höher, während der Swiss Market Index um 1.9% zulegte.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Airbnb, Cigna, Commerzbank, ConocoPhillips, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Rheinmetall, Siemens Healthineers, Toyota Motor und Veolia.
Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote Schweiz (09:30), Einzelhandelsumsätze Italien (10:00), Zinsentscheidung der Bank of England (13:00), Präsident der Schweizerischen Nationalbank Martin Schlegel spricht (13:40), wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA (14:30), Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde spricht (19:00).
Quelle: ETFWorld


