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LGT : Restriktiver Fed-Ton trifft auf Erleichterung über Friedensabkommen


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LGT Navigator : Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) liess die Zinsen am Mittwoch unverändert, schlug jedoch einen restriktiveren Ton an.

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Das verunsicherte die Wall Street, da Anlegerinnen und Anleger Hinweise verarbeiteten, dass die US-Währungshüterinnen und -Währungshüter nun Spielraum für höhere Zinsen statt für Senkungen sehen. US-Aktien schlossen nach dem Entscheid tiefer, während europäische Aktien überwiegend höher aus dem Handel gingen und die asiatischen Märkte am Donnerstag uneinheitlich tendierten. Japanische und südkoreanische Aktien erreichten Rekordstände, nachdem ein Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran die geopolitischen Spannungen gelindert hatte. Fallende Ölpreise trugen zur besseren Stimmung in Asien bei, während der US-Dollar-Index und die Renditen von US-Staatsanleihen nach dem Fed-Entscheid sprunghaft anzogen. Der Fokus richtet sich nun auf die Zinsentscheide der Schweizerischen Nationalbank und der Bank of England am Donnerstag.

Die Federal Reserve beliess ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3.5%-3.75%, während die aktualisierten Projektionen darauf hindeuteten, dass die Währungshüterinnen und Währungshüter nun mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr erwarten. Im März hatten sie noch eine Zinssenkung signalisiert. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh kürzte zudem die geldpolitische Erklärung und entfernte Formulierungen, die auf eine mögliche Lockerung hingedeutet hatten. Er sagte, er wolle überprüfen, wie die Zentralbank ihren Ausblick kommuniziert. Die Fed-Vertreterinnen und -Vertreter hoben ihre Inflationsprognosen für 2026 auf 3.6% für die Gesamtinflation und 3.3% für die Kerninflation an, nach jeweils 2.7% im März. Zugleich senkten sie ihren Wachstumsausblick und verwiesen auf Angebotsschocks, darunter höhere Energiepreise im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.

US-Aktien fallen nach Fed-Entscheid

US-Aktien schlossen am Mittwoch tiefer, nachdem die Federal Reserve signalisiert hatte, dass die Zinsen steigen könnten, obwohl sie ihren Leitzins unverändert liess. Hintergrund waren Sorgen über eine mit dem Iran-Konflikt verbundene Inflation. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1%, nachdem er im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreicht hatte, während der S&P 500 um 1.2% nachgab und der Nasdaq 100 1% verlor. Anlegerinnen und Anleger zeigten sich verunsichert, nachdem die Fed ihren Inflationsausblick für dieses Jahr angehoben hatte und die Märkte begannen, eine mögliche Zinserhöhung im Oktober einzupreisen. Halbleiteraktien, darunter AMD, Intel und Micron, erholten sich dagegen von den Verlusten des Vortags. SpaceX-Aktien fielen um 5% und verzeichneten damit ihren ersten Rückgang seit dem Rekord-Börsengang der vergangenen Woche, da Anlegerinnen und Anleger die starken Kursgewinne seit der Kotierung und den begrenzten Streubesitz abwogen.

Asiatische Aktien steigen dank Friedensabkommen

Die meisten asiatischen Aktienmärkte legten am Donnerstag zu, nachdem die USA und Iran ein Rahmenabkommen zur Beendigung ihres Konflikts unterzeichnet hatten. Dies stärkte die Risikobereitschaft und trieb Japans Nikkei 225 um 1.8% auf einen Rekordstand sowie Südkoreas KOSPI um 2.2% ebenfalls auf ein Allzeithoch. Australiens S&P/ASX 200 notierte 0.5% tiefer, während der CSI 300 auf dem chinesischen Festland 0.3% höher stand. Hongkong blieb zurück: Der Hang Seng fiel um 2% auf ein Elfmonatstief, da Internetaktien nachgaben und die Sorgen über Pekings Beschränkungen für Investitionsflüsse vom Festland in die Stadt zunahmen. Niedrigere Ölpreise stützten ebenfalls die Stimmung. Brent-Rohöl und West Texas Intermediate (WTI) wurden bei rund USD 77.83 beziehungsweise USD 74.88 je Barrel gehandelt.

Inflation in der Eurozone steigt im Mai

Die jährliche Inflation in der Eurozone beschleunigte sich im Mai gemäss den am Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Daten auf 3.2%, nach 3% im April und 1.9% ein Jahr zuvor. In der EU stieg die Inflation von 3.2% im April auf 3.3%, verglichen mit 2.2% im Mai 2025, während das monatliche Preiswachstum sowohl in der Eurozone als auch in der EU bei 0.1% lag. Dienstleistungen und Energie leisteten die grössten Beiträge zur Inflation in der Eurozone, mit 1.6 beziehungsweise 1 Prozentpunkt, da die Dienstleistungsinflation auf 3.5% stieg und die Energieinflation mit 10.8% erhöht blieb. Europäische Aktienindizes schlossen am Mittwoch überwiegend höher: Der Euro Stoxx 50 stieg um 0.8%, während der deutsche DAX 0.1% zulegte und der Swiss Market Index 0.4% gewann.

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Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Accenture.

Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote Grossbritannien (08:00), Handelsbilanz Schweiz (08:00), SECO-Konjunkturprognose Schweiz (09:00), Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (09:30), Zinsentscheidung der Bank of England (13:00), Philly-Fed-Herstellungsindex (14:30), wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA (14:30).

Quelle: ETFWorld


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