LGT Navigator : Die asiatischen Aktienbörsen gaben am Freitag nach, da sich der Ausverkauf bei Technologiewerten nach dem enttäuschenden Ausblick von Broadcom verstärkte und die Stimmung nach gemischten Vorgaben der Wall Street belastete.
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In den USA hatten die Aktienmärkte am Donnerstag uneinheitlich geschlossen: Während der Dow Jones ein neues Rekordhoch erreichte, gab die Nasdaq nach. Die europäischen Börsen beendeten den Handel hingegen im Plus. Im Fokus steht nun der US-Arbeitsmarktbericht heute Nachmittag, der die Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) beeinflussen könnte, nachdem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag auf eine gewisse Abkühlung am Arbeitsmarkt hingedeutet hatten.
Südkoreanische Aktien führten die Verluste in Asien am Freitag an: Der Kospi fiel um 5.1%, da sich die Schwäche der US-Technologiewerte auf die regionalen Märkte ausweitete. Samsung Electronics verlor 4.8% und SK Hynix büsste 7.8% ein, während Japans Nikkei 225 um 1.3% sank, Australiens S&P/ASX 200 verlor 0.7% und der Hang Seng in Hongkong gab um 1.2% nach. Indiens Nifty 50 zeigte sich kaum verändert, nachdem die Zentralbank des Landes ihren Leitzins unverändert bei 5.25% belassen hatte, zugleich aber ihre Inflationsprognose für das im März 2027 endende Geschäftsjahr auf 5.1% von 4.6% angehoben und ihren Wachstumsausblick auf 6.6% von 6.9% senkte. Abseits der Aktienmärkte standen auch Gold und Silber am Freitag unter Druck und handelten bei rund USD 4440 beziehungsweise USD 72 je Unze. Der US-Dollar zeigte sich stabil, während Bitcoin weiter nachgab und bei rund USD 62’400 gehandelt wurde.
US-Aktien uneinheitlich – Nasdaq gibt nach
US-Aktienindizes schlossen am Donnerstag uneinheitlich: Der Nasdaq 100 fiel um 0.5% auf 30’407.81 Punkte, während der S&P 500 um 0.4% auf 7584.31 stieg und der Dow Jones Industrial Average um 1.7% auf das Rekordhoch von 51’561.93 zulegte. Technologiewerte gerieten unter Druck, nachdem die Aktien des Chipherstellers Broadcom nach einem schwächer als erhofften Ausblick um 12.6% eingebrochen waren und damit auch andere Halbleiterwerte belastete – trotz Kursgewinnen bei mehreren grosskapitalisierten Technologiewerten, darunter Nvidia. Anlegerinnen und Anleger schichteten stattdessen in defensivere Sektoren um, wobei Finanz- und Gesundheitswerte den Dow stützten, während die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon die Ölpreise entlastete. Mit Blick auf die Konjunkturdaten war zu beobachten, dass die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 30. Mai laut den am Donnerstag veröffentlichten Daten auf 225’000 nach 212’000 in der Vorwoche gestiegen sind. Dies signalisiert eine gewisse Abschwächung der Arbeitskräftenachfrage, liegt aber weiterhin im Rahmen der in diesem Jahr beobachteten Bandbreite. Trotz einer höheren Zahl angekündigter Entlassungen im Technologiesektor deutet der Bericht darauf hin, dass der breitere US-Arbeitsmarkt stabil bleibt, wobei das weiterhin niedrige Entlassungsniveau die Beschäftigungslage im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung der Beschäftigungszahlen (Nonfarm Payrolls) stützt.
Schweizer Inflation zieht im Mai leicht an
Die Konsumentenpreise stiegen im Mai gegenüber April um 0.2%, während die Jahresteuerung laut den am Donnerstag veröffentlichten Daten des Bundesamts für Statistik bei 0.6% lag. Die Jahresrate blieb damit gegenüber April unverändert, während sich die Kerninflation leicht auf 0.3% von 0.1% im Vormonat beschleunigte. Der monatliche Anstieg war vor allem auf höhere Wohnungsmieten und Hotelpreise sowie auf steigende Preise für Früchte und Gemüse, Benzin, Mietwagen und Carsharing zurückzuführen, während Flugtarife, Heizöl und ergänzende Beherbergung günstiger wurden. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote in der Schweiz im Mai laut separat am Donnerstag veröffentlichten Daten des SECO unverändert bei 3%. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber April um 2627 auf 140’275. Das lag jedoch weiterhin über dem Vorjahreswert von 127’944, während die saisonbereinigte Arbeitslosenquote leicht auf 3.1% von 3% anzog. Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am Swiss Market Index legte am Donnerstag um 0.9% zu.
Rückläufige Einzelhandelsumsätze in der Eurozone
Das Volumen des Einzelhandels in der Eurozone sank im April gegenüber März um 0.4%, nachdem im Vormonat ein revidierter Anstieg von 0.8% verzeichnet worden war. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Umsätze zwar noch um 1% höher, das war jedoch weniger als der jährliche Anstieg von 2.1% im März. Der monatliche Rückgang war auf schwächere Verkäufe im Nicht-Nahrungsmittelsektor und einen deutlichen Rückgang bei Kraftstoffkäufen zurückzuführen, was stärkere Verkäufe von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren mehr als aufwog. Innerhalb des Währungsraums wurden die stärksten monatlichen Rückgänge in Dänemark, Rumänien, Belgien und der Slowakei verzeichnet, während Litauen den stärksten Anstieg auswies. Die europäischen Aktienindizes schlossen am Donnerstag höher. Der Euro Stoxx 50 gewann 0.8%, während Deutschlands DAX um 0.6% stieg und Frankreichs CAC 40 um 1.2% zulegte.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Devisenreserven Schweiz (09:00), Bruttoinlandsprodukt Eurozone (11:00), Einzelhandelsumsätze Italien (11:00), US-Arbeitsmarktbericht mit Non-Farm-Payrolls und Arbeitslosenquote (14:30), Arbeitslosenquote Kanada (14:30).
Quelle: ETFWorld
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