LGT Navigator : Der Rückgang bei Technologie- und Halbleiteraktien beschleunigte sich am Freitag und belastete die asiatischen Börsen stark, da Sorgen über hohe KI-Investitionen mit zunehmenden geopolitischen Risiken zusammentrafen.
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Die US-Aktienmärkte hatten bereits am Donnerstag tiefer geschlossen, wobei der technologielastige Nasdaq die stärksten Verluste verzeichnete, während die europäischen Indizes uneinheitlich aus dem Handel gingen. Japan führte am Freitag die breiten Kursverluste in Asien an, während die südkoreanischen Börsen wegen eines Feiertags geschlossen blieben. Die Ölpreise wurden weiterhin durch die Bedrohung wichtiger Schifffahrtsrouten infolge der zunehmenden Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran gestützt.
Die asiatischen Aktienmärkte gaben am Freitag nach, angeführt von einem Rückgang des japanischen Nikkei 225 um 5.2%, da sich der weltweite Ausverkauf bei Technologie- und Halbleiteraktien fortsetzte. Die Aktien der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company verloren in Taipeh trotz solider Ergebnisse und eines optimistischen Ausblicks für die KI-Nachfrage 5%, da die erhöhten Investitionspläne des Unternehmens die Anlegerinnen und Anleger verunsicherten. Der CSI 300 auf dem chinesischen Festland fiel um 3.3% und der Hang Seng Index in Hongkong um 2.5%. Die südkoreanischen Märkte waren wegen eines Feiertags geschlossen.
Ölpreise steigen angesichts des Konflikts mit Iran
Die Ölpreise legten zu, da die eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran die Transporte durch die Strasse von Hormus beeinträchtigten und das Risiko einer Sperrung der Route durch das Rote Meer erhöhten. Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl stiegen um 0.8% auf USD 84.90 je Barrel und jene auf West Texas Intermediate (WTI) um 1% auf USD 79.70 je Barrel, womit sie die Verluste vom Donnerstag wettmachten. Beide Referenzsorten lagen in dieser Woche fast 12% im Plus. Dies widerspiegelte eine wachsende geopolitische Risikoprämie, nachdem Iran die Huthi-Bewegung im Jemen Berichten zufolge aufgefordert hatte, sich auf eine Blockade der Öltransporte durch das Rote Meer vorzubereiten, falls die USA die iranische Energieinfrastruktur angreifen. Der Goldpreis tendierte am Freitag leicht höher, blieb mit rund USD 3980 je Unze jedoch unter der Marke von USD 4000, während der US-Dollar-Index stabil war.
US-Aktien geben wegen schwächerer Technologiewerte nach
Die US-Aktienmärkte schlossen am Donnerstag tiefer. Der Nasdaq-100 verlor 1.6% auf 29’025.77 Punkte, da Anlegerinnen und Anleger bezweifelten, ob die Gewinne der Technologieunternehmen ausreichen, um die jüngsten KI-getriebenen Kurszuwächse zu stützen. Der S&P 500 fiel um 0.5% auf 7533.77 Punkte und der Dow Jones Industrial Average um 0.2% auf 52’552.97 Punkte, während der anhaltende Konflikt mit Iran die Risikoaversion zusätzlich verstärkte. Bei den Konjunkturdaten gingen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA in der am 11. Juli beendeten Woche um 8000 auf 208’000 zurück, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten des US-Arbeitsministeriums zeigten. Dies deutet darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust entwickelt. Der Wert lag unter den Markterwartungen und folgte auf einen Anstieg der Anträge von Ende Mai bis Mitte Juni.
Handelsbilanzdefizit der Eurozone weitet sich aus
Die Eurozone verzeichnete im Mai ein Handelsbilanzdefizit im Warenverkehr von EUR 7.8 Mrd., verglichen mit einem Überschuss von EUR 15 Mrd. im Vorjahresmonat, wie Eurostat am Donnerstag mitteilte. Die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10% auf EUR 251.4 Mrd., während die Exporte mit EUR 243.6 Mrd. weitgehend unverändert blieben. Die Verschlechterung war auf ein höheres Energiedefizit vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten zurückzuführen. Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Donnerstag uneinheitlich. Der Euro Stoxx 50 legte um 0.2% zu, während der deutsche DAX um 0.3% und der französische CAC 40 um 0.1% nachgaben. Der Swiss Market Index verlor 0.3%.
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Quelle: ETFWorld
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