LGT Navigator : Globale Börsen gerieten unter Druck, angesichts eines Abverkaufs bei Technologie- und KI-nahen Titeln.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
US-Aktien schlossen am Mittwoch uneinheitlich: Während sich der Dow Jones Industrial Average nahe eines Rekordhochs hielt, gab der Nasdaq deutlich nach, da Anlegerinnen und Anleger sich aus Chipwerten zurückzogen. In Asien notierten die Märkte am Donnerstag überwiegend tiefer, angeführt von deutlichen Verlusten in Südkorea, da die Sorge zunahm, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur zurückhaltender ausfallen könnten. Schwächere US-Konjunkturdaten vom Mittwoch änderten wenig an den Zinserwartungen, wobei die Märkte nun auf den US-Arbeitsmarktbericht vom Donnerstag warten. Gold wurde am Donnerstag bei rund USD 4060 je Unze gehandelt und erholte sich damit von einem Rückgang unter USD 4000, während Sorgen über höhere Zinsen die Gewinne begrenzten. Bitcoin stieg ebenfalls wieder über USD 60’000.
Asiatische Aktienindizes gaben am Donnerstag nach, angeführt von Südkorea, wo der KOSPI um 4.9% einbrach, nachdem er zwischenzeitlich um bis zu 7% gefallen war – der stärkste Rückgang seit Monaten. Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils mehr als 7%. Japans Nikkei 225 fiel um 1.3%, nachdem ein erneuter Ausverkauf bei globalen KI-nahen Titeln Halbleiter- und Elektronikzulieferer in der gesamten Region belastet hatte. Die Stimmung verschlechterte sich nach Berichten, wonach der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms erwägt, KI-Rechenkapazitäten zu verkaufen, und Apple Speicherchips chinesischer Zulieferer prüft. Dies verstärkte die Sorge, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur zurückgehen könnten. Hongkongs Hang Seng Index notierte am Donnerstag 0.7% höher, während der CSI 300 auf dem chinesischen Festland 2.2% tiefer lag. Australiens S&P/ASX 200 war nahezu unverändert.
US-Aktien uneinheitlich, Dow auf Rekordhoch
US-Aktien schlossen am Mittwoch uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average veränderte sich kaum und lag bei 52’305.24 Punkten, nachdem er ein Rekordhoch erreicht hatte, während der Nasdaq 100 um 1.5% auf 29’809.13 fiel und der S&P 500 um 0.2% auf 7483.23 nachgab. Der Rückgang bei Technologiewerten folgte auf eine kräftige Erholung des Nasdaq 100 um 4% am Montag und Dienstag, da Anlegerinnen und Anleger aus Chipwerten in Softwaretitel umschichteten. Die Aktie des Facebook-Mutterkonzerns Meta Platforms sprang um 9% nach oben, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass das Unternehmen ein KI-Cloud-Infrastrukturgeschäft aufbauen könnte.
Gemischte US-Makrodaten
Schwächer als erwartete ADP-Beschäftigungsdaten und ISM-Umfragewerte aus dem verarbeitenden Gewerbe taten wenig, um die Erwartungen an höhere US-Zinsen zu dämpfen. Anlegerinnen und Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit auf den Arbeitsmarktbericht für Juni, der am Donnerstag veröffentlicht wird. Die US-Industrieaktivität expandierte im Juni den sechsten Monat in Folge. Der ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe sank auf 53.3 nach 54.0 im Mai, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten. Am Arbeitsmarkt schufen private US-Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Juni 98’000 Stellen nach 122’000 im Mai und damit leicht weniger als vom Markt erwartet, wie ADP-Daten vom Mittwoch zeigten. Separat sagte Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch, dass die US-Notenbank keine Inflation über ihrem 2%-Ziel tolerieren werde, und betonte ihr Engagement für die Wiederherstellung der Preisstabilität. Er sagte, dass Inflationserwartungen und Risiken in den vergangenen Monaten nachgelassen hätten, bekräftigte aber auch, dass die Fed bei ihren geldpolitischen Entscheidungen unabhängig bleiben werde – trotz des Drucks von US-Präsident Donald Trump auf tiefere Zinsen. Die Renditen 2-jähriger und 10-jähriger US-Staatsanleihen stiegen zur Wochenmitte leicht und lagen bei rund 4.2% beziehungsweise 4.5%, während der US-Dollar-Index leicht nachgab.
Inflation in der Eurozone verlangsamt sich im Juni
Die jährliche Inflation im Euroraum verlangsamte sich im Juni auf 2.8% nach 3.2% im Mai und 2.0% ein Jahr zuvor, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Daten hervorgeht. Die Abschwächung wurde durch ein geringeres Preiswachstum bei Energie verursacht, das auf 8.7% nach 10.8% sank, während die Teuerung bei Dienstleistungen auf 3.2% nach 3.5% zurückging und sich bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak auf 1.6% nach 1.9% verlangsamte. Bei Industriegütern ohne Energie blieb sie mit 0.9% unverändert. Separat veröffentlichte S&P Global am Mittwoch Daten, wonach der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone im Juni auf 51.4 nach 51.6 im Mai zurückging und damit den fünften Monat in Folge eine Expansion signalisierte. Europäische Börsen schlossen am Mittwoch überwiegend tiefer. Der Euro Stoxx 50 fiel um 0.7%, während Deutschlands DAX um 0.2% zulegte und Frankreichs CAC 40 um 0.8% nachgab. Auch der Swiss Market Index der Schweiz fiel am Mittwoch um 0.6%.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Verbraucherpreisindex Schweiz (08:30), Arbeitslosenquote Italien (10:00), Arbeitslosenquote EU (11:00), Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft und Arbeitslosenquote USA (14:30), wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA (14:30) und Einkaufsmanagerindex Kanada (15:30).
Quelle: ETFWorld
Newsletter



