LGT Navigator : Die Geldpolitik steht diese Woche im Mittelpunkt: Am Mittwoch stehen die Zinsentscheide der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Bank of Canada an, am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank (EZB) und am Freitag die Bank of Japan.
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Dabei erschweren die erhöhten Energiepreise den Inflationsausblick. Die am Donnerstag anstehenden US-Daten zum Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal und zu den persönlichen Konsumausgaben im September liefern neue Erkenntnisse zum Wachstum und zum bevorzugten Inflationsmass der Fed. Am Freitag folgen die Wachstumszahlen für das dritte Quartal aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone. Die ebenfalls am Freitag erwarteten Inflationsdaten für Oktober aus Tokio, Frankreich und Deutschland geben weitere Einblicke in den Preisdruck. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex für Oktober am Montag, das US-Verbrauchervertrauen für Oktober am Dienstag und das Schweizer KOF-Konjunkturbarometer für Oktober am Freitag helfen dabei, die konjunkturelle Dynamik einzuschätzen. Auf Unternehmensseite rücken die Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet am Mittwoch sowie von Amazon am Donnerstag die Nachfrage nach Cloud-Diensten und die Rentabilität von Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus. Die wichtigen Ergebnisse aus dem Technologiesektor hatten vergangene Woche Bedenken hinsichtlich der hohen KI-Ausgaben geschürt und einen Ausverkauf bei KI-bezogenen Aktien ausgelöst.
Asiatische Aktien geben nach – Chiphersteller unter Druck
Die asiatischen Börsen gaben am Montag überwiegend nach, da Zweifel an der Rentabilität von KI-Investitionen die Chiphersteller belasteten. Der japanische Nikkei 225 verlor 0.8%, der südkoreanische KOSPI sank um 1.5% und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland gab um 0.3% nach. Der Hang Seng in Hongkong widersetzte sich dem Trend mit einem Plus von 0.5%. Öl blieb im Fokus: Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl fielen um 1.5% auf USD 109.99 je Barrel, während die Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 2% auf USD 101.25 nachgaben. Diplomatische Initiativen zur Entschärfung des Konflikts der USA und Israels mit dem Iran linderten die Sorgen um die Ölversorgung. Der US-Dollar-Index sank um 0.1% auf 101.69, während Gold um 0.3% auf rund USD 4010 je Unze zulegte. Bitcoin verlor 0.6% auf rund USD 80’000.
US-Aktien geben bei steigenden Ölpreisen nach
Der Nasdaq 100 schloss am Freitag mit 28’957.53 Punkten praktisch unverändert und konnte sich damit nicht von einem Rückgang um fast 3% in der vorherigen Sitzung erholen. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1.2% auf 52’215.16 Punkte, während der S&P 500 um 0.5% auf 7623.68 Punkte nachgab. Auf Wochensicht verzeichneten der Nasdaq 100 und der S&P 500 Verluste von 0.8% bzw. 0.5%, während der Dow um 0.4% zulegte. Die vergangene Woche infolge des Nahostkonflikts gestiegenen Ölpreise verstärkten die Inflationssorgen vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Gleichzeitig belasteten Zweifel an der Rentabilität der umfangreichen KI-Investitionen weiterhin die Technologieaktien.
Wachstum in Grossbritannien zieht an – Eurozone verliert an Dynamik
Die am Freitag veröffentlichten vorläufigen zusammengesetzten Einkaufsmanagerindizes von S&P Global zeigten eine Beschleunigung der Geschäftstätigkeit in Grossbritannien im Oktober. Der Index stieg von 52 im September auf 53.1 Punkte, während der Wert für die Eurozone von 53.1 auf ein Viermonatstief von 51.9 sank. Das Wachstum in der Industrie und im Dienstleistungssektor verstärkte sich in Grossbritannien, schwächte sich jedoch in der Eurozone ab. In Frankreich schrumpfte die Geschäftstätigkeit im Privatsektor wieder. Eine stärkere Nachfrage, die teilweise durch KI-Investitionen und Technologiedienstleistungen gestützt wurde, trug dazu bei, dass die Beschäftigung in Grossbritannien erstmals seit zwei Jahren zunahm. Dagegen stagnierte die Beschäftigung in der Eurozone weitgehend angesichts eines schwächeren Auftragswachstums. Der Anstieg der Vorleistungskosten beschleunigte sich in beiden Wirtschaftsräumen, hauptsächlich aufgrund höherer Kosten in der Industrie. Die Unternehmen erhöhten ihre Verkaufspreise jedoch langsamer als im September. Der Euro Stoxx 50 schloss am Freitag 0.3% tiefer.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Verizon und Welltower.
Konjunkturdaten im Fokus: ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland (10:00), Dallas-Fed-Herstellungsindex (15:30).
Quelle: ETFWorld


