Raiffeisen Börse täglich : Hierzulande hatten die Börsianer gestern eine überraschend hoch ausgefallene Inflation zu verdauen, die im August den höchsten Stand seit zwei Jahren erreichte.
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DER TAG | SMI fester vor US-Arbeitsmarktdaten
Angesichts positiver US-Vorgaben wird der Börsenhandel heute etwas fester in den Tag starten. Entscheidend werden aber die am Nachmittag veröffentlichten Jobdaten in den USA sein, die eine wichtige Rolle bei den geldpolitischen Entscheidungen der Fed spielen.
SCHWEIZ | Nestlé und Richemont bremsten den SMI
Hierzulande hatten die Börsianer gestern eine überraschend hoch ausgefallene Inflation zu verdauen, die im August den höchsten Stand seit zwei Jahren erreichte. Der kräftige Anstieg ist überwiegend auf die seit dem Scheitern der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wieder höheren Energiepreise zurückzuführen. Denn damit sind auch in der Schweiz die Heizöl- und Tankstellenpreise stark gestiegen. Bei den Einzeltiteln musste Richemont (-3.1%) kräftig Federn lassen. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Victoria’s Secret, was die ganze Branche belastet habe. Der Sektor für Luxusgüter galt lange als resistent gegen konjunkturelle Sorgen. Mit den ständigen Preiserhöhungen der Produzenten scheint der Bogen aber überspannt worden zu sein. Das Schwergewicht Nestlé büsste 1.0% ein und für Lindt & Sprüngli ging es um 1.3% nach unten. Besser sah es bei Pharmavaloren aus. Allen voran Roche legten um 2.1% zu. Eine Erfolgsmeldung des Mitbewerbers Novartis (unverändert) hatte die Valoren zuletzt belastet. Auch Sandoz verteuerten sich im Vorfeld eines Investorentages um 2.2%.
GLOBAL | Zinshoffnungen unterstützten die Wall Street
Die Hoffnung auf eine ausbleibende Leitzinserhöhung in diesem Monat hat die US-Börsen gestern angetrieben. Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der US-Notenbank, hatte angedeutet, dass der Preisdruck Anzeichen einer Entspannung zeigt. Waller sagte, seine nächste Zinsentscheidung werde «stark beeinflusst» von den Inflationsdaten für August, die nächste Woche veröffentlicht werden. «Wenn es weitere Fortschritte in Richtung unseres Zwei-Prozent-Ziels gibt, dann bin ich bereit, die Beibehaltung des Leitzinses auf dem aktuellen Niveau zu unterstützen», sagte er. Bei den Einzeltiteln gehörten im S&P 500 die Aktien von Broadcom (-2.7%) nach Quartalszahlen zu den schwächsten Werten. Der Chiphersteller wächst zwar dank hoher KI-Nachfrage weiter rasant. Der Ausblick aber blieb hinter den Erwartungen zurück. Für die Aktien von Hewlett Packard Enterprise ging es nach anfänglichen Verlusten um 5.0% nach oben. Der von dem Technologie- und IT-Unternehmen gemeldete Umsatzanstieg war zwar hinter den hohen Erwartungen der Anleger zurückgeblieben.
Quelle: ETFWorld
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