Der Schweizer Franken ist gar nicht so stark, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird…....
UBS outlook Schweiz
Je nach Branche unterscheiden sich die Bestimmungsfaktoren der Schweizer Exporte deutlich. Während die Metallindustrie sehr stark von der Wirtschaftsentwicklung im Ausland abhängig ist, so entwickeln sich die Schweizer Pharmaexporte praktisch unabhängig davon. Die Pharmaexporte reagieren hingegen deutlich auf Wechselkursschwankungen, während für die Exporte von Chemikalien der Wechselkurs kaum relevant ist. Insgesamt ist der Einfluss des Wechselkurses auf die Schweizer Exporte bedeutend geringer als der Einfluss der Weltkonjunktur, was die Bedeutung der Kursuntergrenze für die Konjunkturentwicklung etwas relativiert.
Die Ökonomen von UBS kommen in ihren Analysen zum Schluss, dass Schweizer Unternehmen Standortentscheide nicht allein auf der Basis der aktuellen Wechselkurse treffen sollten. Deutschland ist zwar zurzeit ein sehr günstiger Produktionsstandort für den Export. Schweizer Unternehmen, die ihre Produktion nach Deutschland auslagern, könnten aber längerfristig vom Regen in die Traufe geraten. Jede nachhaltige Lösung der Eurokrise erfordert nämlich einen deutlichen Anstieg der Produktionskosten in Deutschland im Vergleich zur Schweiz.
Neben Analysen zu den Immobilien- und Finanzmärkten finden Sie in der Beilage zum UBS outlook Schweiz die Einschätzung unserer Analysten zu den Aktien- und Anleihenmärkten in der Schweiz.
UBS senkt Wachstumsprognose
Die schleppende Entwicklung der Weltwirtschaft und die europäische Schuldenkrise fordern auch von der Schweizer Wirtschaft ihren Tribut. Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandprodukt leicht rückläufig. UBS senkt die Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 1,3% auf 1,1%.

Quelle: ETFWorld – UBS
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