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St. Galler Kantonalbank : Gut abgestützter Höhenflug


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St. Galler Kantonalbank : Im Schatten des Hypes um den Börsengang von SpaceX und der organisierten Aufregung um die KI-Aktien hat der Swiss Performance Index erstmals die Marke von 20’000 Punkten überschritten.

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Von Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank


Seit der letzten wirklichen Börsenbaisse 2022 hat er 54% gewonnen, obwohl an der Schweizer Börse nur wenige Firmen aus dem Dunstkreis der Halbleiter- Euphorie gehandelt werden. Muss man aber auch an der Schweizer Börse von einer Blase warnen? Die Schweizer Wirtschaft ist in der gleichen Zeit um 21% und damit deutlich weniger gewachsen als die Aktienkurse. Das Gewinnwachstum der börsenkotierten Unternehmen betrug knapp 30% und war damit auch weniger dynamisch als das Kursfeuerwerk. Für die Aktien zum Positiven geändert hat sich das Zinsumfeld. Die Zinsen in der Schweiz sind heute sowohl beim Leitzins der SNB als auch im Kapitalmarkt fast 2% tiefer als 2022.

Kurskorrekturen gehören zum Aktienmarkt. In den letzten drei Jahren sind solche auch vorgekommen. Im Herbst 2023 fiel der SPI um 12%. Nach der Zollverkündung von Trump im letzten Jahr betrug die Korrektur gar 15%. Schon fast vergessen ist der Rückschlag von 10% nach dem Ausbruch des Krieges im Iran. Vergessen ist dabei das richtige Schlagwort. Die Korrekturen waren jeweils kurz und heftig, wurden aber schnell wieder korrigiert. Eine länger anhaltende Börsenbaisse haben viele Anlegerinnen und Anleger aus ihrem Bewusstsein verdrängt. Das ist einerseits richtig, da Börsenkorrekturen über kurz oder lang immer aufgeholt werden, andererseits aber auch gefährlich.

Fundamental gut abgestützt

Der Höhenflug der Schweizer Aktien ist fundamental gut abgestützt. Die Bewertung auf der Basis der aktuellen Gewinne ist im Vergleich zu 2022 von 20.0x auf 21.7x gestiegen. Das ist im historischen Vergleich nicht aussergewöhnlich hoch. Wenn man das erwartete Gewinnwachstum der Unternehmen in Betracht zieht, sieht es noch besser aus. Die Weltwirtschaft wird aufgrund der durch die Schliessung der Strasse von Hormus ausgelösten Probleme bei der Logistik eine Delle erleiden. Danach wird sie sich jedoch wieder erholen. Die international ausgerichteten Schweizer Firmen werden davon profitieren. Der Heimmarkt in der Schweiz wird im nächsten Jahr auch stärker wachsen. Nach einem durchzogenen BIP-Wachstum 2026 liegt im nächsten Jahr eine Verbesserung in Richtung 1.5% drin. Die Chancen für solide Unternehmenszahlen und steigende Dividenden sind deshalb gut. Von der Zinsseite kommt auch keine unmittelbare Gefahr. Auch wenn sich die internationale Inflationslage nicht so schnell entschärft und der globale Zinstrend nach oben geht, ist ein markanter Zinsanstieg in der Schweiz, der die Aktien belasten würde, nicht zu erwarten. Dafür müsste die SNB den Leitzins deutlich erhöhen, was angesichts der tiefen Inflationsrate in der Schweiz nur schwer zu begründen wäre.

Gefahr von aussen

Der Schweizer Aktienmarkt ist in die globalen Finanzmärkte eingebunden. Eine völlig isolierte Entwicklung ist schwierig. Der MSCI World hat sich seit 2022 verdoppelt. Die Aktien vieler Technologieunternehmen habe noch viel stärker zugelegt und ihre hohe Bewertung wird stark von der Hoffnung getragen. Sollte es in diesem Teil des Marktes zu einem grösseren Einbruch kommen, werden sich die Schweizer Aktien dem nicht entziehen können. Durch die defensivere Charakteristik des Marktes und aufgrund der stabileren fundamentalen Basis hält sich auch in diesem Fall das Potenzial der Rückschläge jedoch in Grenzen. Ein breit aufgestelltes Schweizer Aktienportfolio ist die beste Anlage, um am Wachstum der Wirtschaft zu partizipieren.

Quelle: ETFWorld


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