Raiffeisen Börse täglich : Während der Nahost-Konflikt die Anleger gestern weiterhin vorsichtig stimmte, sorgte die auf Hochtouren laufende Berichtssaison für deutliche Kursausschläge bei zahlreichen Einzelwerten.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
DER TAG | USA kündigen Zölle auf Generika an
Die Börse wird heute massgeblich von der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison bestimmt, wobei Lonza im vorbörslichen Handel Abschläge verkraften musste. Schlechte Nachrichten kommen erneut aus den USA. Der US-Präsident hat Zölle in Höhe von 100% auf die Einfuhr von Generika in die USA ab August 2028 angekündigt, um so die Produktion in die USA zu verlagern. Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Pharmafirmen. Sandoz teilte heute Morgen mit, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen abzuschätzen.
SCHWEIZ | Novartis überzeugte Anleger
Während der Nahost-Konflikt die Anleger gestern weiterhin vorsichtig stimmte, sorgte die auf Hochtouren laufende Berichtssaison für deutliche Kursausschläge bei zahlreichen Einzelwerten. Gestützt wurde der Leitindex SMI vor allem von den Kursgewinnen bei Novartis (+2.0%) nach den Halbjahreszahlen. Der Pharmakonzern überzeugte mit seinen Zahlen für das zweite Quartal und übertraf die Erwartungen klar. Auch Roche PS (+0.6%) konnten davon profitieren. Belastend für den SMI wirkten hingegen die deutlichen Verluste beim Schwergewicht Nestlé (-1.7%). Grösste Gewinner unter den SMI-Titeln waren derweil prozentual Logitech (+2.3%) – begleitet von Halbleiterwerten vom breiteren Markt wie AMS Osram (+14.0%), VAT (+5.1%), Inficon (+5.7%) und Comet (+5.2%). Klar schwächer präsentierten sich Swatch (-8.2%), nachdem beim Uhrenkonzern entgegen der Erwartungen der Gewinn noch weiter geschrumpft war. Daran konnte auch der starke Anstieg der Uhrenexporte im Juni nichts ändern. Richemont (+0.4%) konnten sich derweil besser halten.
GLOBAL | US-Chipaktien erholen sich kräftig
Aktien aus der Halbleiterbranche waren gestern vor allem die Treiber an der Nasdaq. Ausschlag gab ein Medienbericht, dem zufolge der taiwanesische Chip-Riese TSMC die Preise erhöhen will. Der japanischen Finanzzeitung “Nikkei” zufolge hat TSMC mit Kunden darüber verhandelt, die Preise für Halbleiter im kommenden Jahr um bis zu 10% zu erhöhen. Grund hierfür sollen steigende Kosten für Fertigungsmaterialien sein. Die anstelle von Aktien an der Nasdaq-Börse gelisteten American Depositary Receipts (ADR) des taiwanesischen Chipgiganten legten an der NYSE um 5.6% zu. Chip-Aktien wie Marvell, Arm und Intel stiegen um bis zu 8.6%. Im prozentual zweistelligen Bereich erholten sich Micron, SanDisk, Western Digital und Nebius, die an der Spitze im Nasdaq 100 um knapp 19.0% zulegten.
Quelle: ETFWorld
Newsletter



