Raiffeisen Börse täglich : Händler führten die wieder bessere Stimmung gestern vor allem auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zurück.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
DER TAG | BoJ erhöht Leitzins auf 30-Jahres-Hoch
Zum Handelsstart rutscht die Börse in der Schweiz heute voraussichtlich etwas ab. Vor allem vorbörsliche Kursverluste von Givaudan belasten. Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins auf den höchsten Stand seit 30 Jahren angehoben und mögliche weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Die Entscheidung folgt auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank sowie auf eine ungewöhnlich öffentliche Kampagne des US-Finanzministers, der Japan zu höheren Kreditkosten drängte.
SCHWEIZ | Tech-Aktien sind wieder gefragt
Händler führten die wieder bessere Stimmung gestern vor allem auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zurück. Das Fed hatte wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Für Erleichterung auf dem Börsenparkett sorgte dabei weniger die Zinserhöhung selbst als vielmehr die Aussicht auf eine wieder nachvollziehbare und klare geldpolitische Linie in den USA. Nachdem die KI-Sorgen Anfang der Woche noch zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten geführt hatten, erholten sie sich gestern wieder etwas. So stiegen ABB um 1.6% und landeten damit auf dem zweiten Platz im SMI, nur geschlagen von Logitech (+2.4%). Auch dahinter waren Firmen mit KI-Bezug gesucht, wie etwa VAT (+1.5%), Inficon (+2.8%) oder Comet (+3.7%). Gestützt wurde der Markt auch von den Schwergewichten Novartis (+1.5%) und Nestlé (+0.9%). Roche fielen hingegen leicht um 0.4% zurück, auch wenn das Unternehmen einen Studienerfolg vermelden konnte. Jedoch handelte es sich dabei um ein ais Sicht von Investoren weniger bedeutendes Medikament.
GLOBAL | Generac mit Kurssprung
An den New Yorker Börsen erwies sich gestern der Rückgang der Ölpreise als Kurstreiber. Grund dafür war zum einen, dass China den Iran aufgefordert haben soll, auf eine Eindämmung der Huthi-Rebellen hinzuwirken. Zudem hat Saudi-Arabien die beschädigte Pipeline zum Roten Meer teilweise wieder in Betrieb genommen. Von einer Entschärfung der Lage kann laut Händlern aber noch nicht gesprochen werden. Bei der Nachbetrachtung zur Zinserhöhung der US-Notenbank kam die Entschlossenheit, die Inflation zu bekämpfen, gut an. Anleger zeigten sich beruhigt davon, dass die Währungshüter weiter unabhängig von der Politik bleiben. Die Fed verteidigte damit ihre Glaubwürdigkeit. Bei den Einzeltiteln stachen Generac mit einem Kurssprung von rund 18% hervor. Der Energietechnologie-Spezialist liefert dem Onlinehandelsriesen Amazon Generatoren für dessen Rechenzentren im Wert von 8 Milliarden US-Dollar.
Quelle: ETFWorld
Newsletter


