LGT : Spannungen in Hormus, EZB-Entscheid und US-Inflation im Fokus

LGT Navigator : Diese Woche wird die Lage in der Strasse von Hormus an den Märkten weiter aufmerksam verfolgt, nachdem sich die Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran vergangene Woche verschärft hatten und die Handelsschifffahrt durch die wichtige Ölexportroute weiterhin eingeschränkt blieb.

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Auch die Geldpolitik wird im Mittelpunkt stehen, wenn die Europäische Zentralbank am Donnerstag ihren Zinsentscheid bekannt gibt. In den USA werden die Erzeugerpreisdaten am Donnerstag und die Daten zum Verbraucherpreisindex am Freitag nach dem stärker als erwarteten Arbeitsmarktbericht für August vergangene Woche ein wichtiges Inflationsupdate liefern. China veröffentlicht am Mittwoch Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten, während Deutschland am Donnerstag die endgültigen Inflationszahlen für August publiziert. Die Daten zum britischen Bruttoinlandsprodukt für Juli werden am Freitag erwartet. Die US-Märkte bleiben am Montag wegen des Feiertags Labor Day geschlossen.

Die asiatischen Aktienmärkte legten am Montag zu, da die erneute Begeisterung für künstliche Intelligenz (KI) Halbleiteraktien Auftrieb verlieh, während robuste US-Arbeitsmarktdaten und höhere Ölpreise die Sorgen über eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank aufrechterhielten. Der südkoreanische KOSPI stieg um 4.3% und der japanische Nikkei 225 legte um 1.9% zu, nachdem die Ankündigung von OpenAI zu GPT-6 Astra die Erwartungen an die Nachfrage nach KI-Infrastruktur gestärkt hatte. Brent-Rohöl-Futures stiegen nach US-Angriffen auf iranische Öltanker über das Wochenende um 1.2% auf USD 97.39 je Barrel. Der chinesische CSI 300 gewann 0.7%, während der Hang-Seng-Index in Hongkong trotz des von Peking angekündigten Pakets im Umfang von CNY 360 Mrd. zur Stärkung staatseigener Banken und Versicherer um 1.1% nachgab. Gold verlor 0.5% auf rund USD 4410 je Unze, während Bitcoin um 0.2% auf rund USD 79’900 fiel.

US-Aktien geben nach Arbeitsmarktdaten nach

US-Aktien schlossen am Freitag uneinheitlich, nachdem die stärker als erwartete Beschäftigungszunahme im August die Sorge vor einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank wieder aufleben liess. Geopolitische Risiken vor einem langen Wochenende belasteten die Stimmung zusätzlich. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0.5% auf 53’414.25 Punkte und der S&P 500 verlor 0.4% auf 7718.60 Punkte, während der Nasdaq-100 um 0.2% auf 29’544.16 Punkte zulegte. Die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft in den USA stieg im August um 162’000 und damit so stark wie seit März nicht mehr und deutlich stärker als von Ökonominnen und Ökonomen erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4.1%, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Das Ergebnis für Juli wurde von einem zuvor gemeldeten Rückgang um 23’000 auf einen Anstieg um 21’000 revidiert, während der Zuwachs im Juni um 11’000 auf 31’000 angehoben wurde. Der starke Beschäftigungsaufbau und die stabile Arbeitslosenquote deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt robust genug ist, damit sich die US-Notenbank bei ihrer Sitzung später in diesem Monat primär auf die anhaltende Inflation konzentrieren kann. Chef der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat sich für weitere Massnahmen gegen den Preisdruck ausgesprochen, während Gouverneur Christopher Waller dafür plädiert hat, die Zinsen unverändert zu lassen, falls sich die Inflation weiter verbessert.

Einzelhandelsumsätze der Eurozone sinken im Juli, Aktienmärkte uneinheitlich

Das Volumen im Einzelhandel der Eurozone sank im Juli um 0.6%, nachdem es im Juni um revidierte 0.2% gestiegen war, wie am Donnerstag veröffentlichte Eurostat-Daten zeigten. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Umsätze um 0.6% höher, nach einem Wachstum von 1.4% im Juni. Der monatliche Rückgang war auf einen Umsatzrückgang bei Nicht-Lebensmitteln um 1.4% und bei Kraftstoffen um 0.8% zurückzuführen, während die Umsätze mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 0.4% stiegen. Deutschland verzeichnete mit einem Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 3.4% den grössten monatlichen Rückgang unter den Mitgliedstaaten. Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Freitag uneinheitlich: Der Euro Stoxx 50 und der deutsche DAX stiegen jeweils um 0.2%, während der französische CAC 40 um 0.1% fiel und der Swiss Market Index kaum verändert schloss.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Industrieproduktion Deutschland (08:00), Arbeitslosenquote Schweiz (09:00), Sentix-Anlegervertrauen für die Eurozone (10:30) und Bruttoinlandsprodukt Eurozone (11:00).

Quelle: ETFWorld


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