LGT Navigator : Steigende Ölpreise hielten die Inflations- und Zinsängste am Dienstag im Fokus und belasteten die US-Aktienmärkte, während die asiatischen Börsen am Mittwoch uneinheitlich tendierten, da eine Rally bei Halbleiteraktien Südkoreas Aktienindex stützte.
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Brent-Rohöl näherte sich vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten USD 100 pro Barrel. Anlegerinnen und Anleger richten ihren Blick nun auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag, die US-Inflationsdaten am Freitag und die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche.
Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Mittwoch uneinheitlich, da anhaltende Kursgewinne bei Chipaktien die Märkte in Südkorea und Japan stützten, während steigende Ölpreise die Inflations- und Zinsängste verstärkten. Der Kospi stieg dank Kursgewinnen von SK Hynix und Samsung Electronics um 1.6%, während der Nikkei 225 nahezu unverändert schloss. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um 0.3%, während der chinesische CSI 300 um 0.1% zulegte. Australiens S&P/ASX 200 gab um 0.1% nach und Indiens Nifty 50 verlor 0.5%. Brent-Rohöl-Futures, die in diesem Jahr bereits um mehr als 60% gestiegen sind, legten um 1.1% auf USD 99.01 pro Barrel zu, während West-Texas-Intermediate-Futures (WTI) um 1% auf USD 93.95 zulegten. Der US-Dollar-Index gab unterdessen um 0.1% auf 98.74 nach. Gold verteuerte sich um 0.7% auf rund USD 4380 pro Unze und Bitcoin legte um 0.7% auf rund USD 79’200 zu.
Chinas Erzeugerpreisinflation beschleunigt sich
Die Erzeugerpreise in China stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 3.8%, nach 3.5% im Juli, und übertrafen damit die Markterwartungen, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten. Die Verbraucherpreisinflation erhöhte sich von 0.5% im Juli auf 0.8%, während die Kerninflation auf 1% anzog. Höhere Rohstoffkosten, saisonal steigende Nahrungsmittelpreise und die Nachfrage aus Hightech-Branchen trugen zum Preisauftrieb bei. Die Daten verdeutlichen die Herausforderung für Peking, die schwache Binnennachfrage anzukurbeln, da auslaufende Konsumsubventionen, ein schwacher Immobilienmarkt und anhaltend geringes Vertrauen den Druck für weitere politische Unterstützung trotz rohstoffgetriebener Inflation erhöhen.
US-Aktienmärkte fallen angesichts steigender Ölpreise
An der Wall Street gaben die US-Aktienindizes am Dienstag nach, da höhere Ölpreise die Sorgen über Inflation und Zinsen verstärkten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1.2% auf 52’786.07 Punkte und der S&P 500 verlor 0.6% auf 7673.52 Punkte. Der Nasdaq-100 entwickelte sich besser und gab nur um 0.1% auf 29’507.70 Punkte nach, da Kursgewinne bei Chipaktien mit Bezug zu künstlicher Intelligenz, darunter AMD, Arm und Broadcom, Verluste bei grossen Technologiewerten ausglichen. Chevron, ExxonMobil und ConocoPhillips stiegen, während Brent-Rohöl-Futures um 1.1% auf USD 99.01 pro Barrel zulegten.
Deutscher Handelsbilanzüberschuss weitet sich deutlich aus
Die deutschen Exporte sanken im Juli gegenüber dem Vormonat um 0.8% auf EUR 138.2 Milliarden, während die Importe um 5.7% auf EUR 116.9 Milliarden zurückgingen, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten. Der kalender- und saisonbereinigte Handelsbilanzüberschuss weitete sich dadurch von EUR 15.4 Milliarden im Juni und EUR 16.8 Milliarden im Juli des Vorjahres auf EUR 21.3 Milliarden aus. Die Exporte lagen 6.1% und die Importe 3% über dem Vorjahresniveau. Die Lieferungen in die USA stiegen gegenüber Juni um 19.1%, während die Exporte nach China um 9.5% zurückgingen. Der Euro Stoxx 50 und der französische CAC 40 stiegen am Dienstag jeweils um 0.1%, während der deutsche DAX nahezu unverändert schloss und der Swiss Market Index, belastet durch den Pharmakonzern Novartis, um 1.6% nachgab.
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Quelle: ETFWorld
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