LGT Navigator : Fragen zur Rentabilität und Finanzierung des KI-Booms belasteten am Dienstag die asiatischen Aktienmärkte, wobei südkoreanische Chiphersteller besonders stark unter Druck gerieten.
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Der Ausverkauf in der Region stand im Gegensatz zu den technologiegetriebenen Kursgewinnen an der Wall Street am Montag, während die europäischen Börsen angesichts steigender Anleihenrenditen schwächer schlossen. Anlegerinnen und Anleger richten ihren Blick nun auf die am Dienstag anstehenden Quartalszahlen von Netflix und SpaceX, um neue Hinweise auf die Geschäftsentwicklung und die Aussichten für Technologieinvestitionen zu erhalten.
Asiatische Aktien geben wegen KI-Sorgen nach
Der südkoreanische KOSPI fiel am Dienstag um 4.2% und führte damit die Verluste an den asiatischen Aktienmärkten an. Sorgen über die Finanzierung und die Renditen von Investitionen in künstliche Intelligenz belasteten Technologieaktien im Vorfeld wichtiger Quartalsberichte. Der japanische Nikkei 225 verlor 1.5% und der Hang Seng in Hongkong gab um 1.3% nach, obwohl sich US-Halbleiteraktien am Montag erholt hatten. Die Aktien der Speicherchiphersteller SK Hynix und Samsung Electronics gaben nach, während Anlegerinnen und Anleger auf die Ergebnisse von Technologieschwergewichten warteten, um Hinweise auf die künftigen KI-Ausgaben zu erhalten. Unterdessen stiegen die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl um 0.4% auf USD 110.00 je Barrel und blieben damit nahe einem Fünfmonatshoch, da Sorgen über Lieferunterbrechungen im Nahen Osten die Preise stützten. Der US-Dollar-Index sank um 0.2% auf 101.79, während Gold um 0.3% auf rund USD 4130 je Unze nachgab.
China lässt Referenzzinssätze für Kredite unverändert
Chinas Zentralbank beliess am Dienstag den einjährigen Referenzzinssatz für Kredite bei 3% und den fünfjährigen Satz bei 3.5%. Die Entscheidung entsprach den Markterwartungen und verlängerte die Pause bei den Zinsanpassungen auf 17 Monate. Zuvor war Chinas Wirtschaft im dritten Quartal mit 4.5% gegenüber dem Vorjahr stärker als erwartet gewachsen, nach 4.3% im zweiten Quartal. Robuste Exporte glichen dabei den verhaltenen Binnenkonsum aus. Die geldpolitischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger wägen die Unterstützung der Wirtschaftsaktivität gegen Bedenken hinsichtlich der Rentabilität der Banken ab. Die anhaltende Schwäche der Wohnungsnachfrage und der Investitionen bleibt unterdessen eine Herausforderung. Die verbesserten Wachstumszahlen verringern den unmittelbaren Bedarf einer breiteren geldpolitischen Lockerung, während Peking sein jährliches Wachstumsziel von 4.5-5% verfolgt.
US-Technologieaktien erholen sich nach Ausverkauf
Der Nasdaq 100 stieg am Montag um 1.2% auf 29’529.35 Punkte, da Anlegerinnen und Anleger wieder bei US-Technologieaktien zugriffen. Bis Freitag hatte der Index gegenüber seinem jüngsten Rekordhoch 7% verloren. Der S&P 500 legte um 0.4% auf 7690.73 Punkte zu, während der Dow Jones Industrial Average leicht um 0.1% auf 51’966.03 Punkte nachgab. Halbleiteraktien trugen zur Erholung bei: Sandisk und Western Digital gewannen 5.5% bzw. 6.1%. Der Onlinehändler und Cloud-Computing-Anbieter Amazon legte um 5% zu, nachdem Morgan Stanley die Aktie als bevorzugte Anlage eingestuft hatte. Die Erholung blieb angesichts von Sorgen über die Renditen der Investitionen in KI-Infrastruktur anfällig. Die anstehenden Unternehmensergebnisse dürften das Vertrauen in den Sektor beeinflussen.
Europäische Aktien fallen trotz Erholung im Technologiesektor
Die Börsen in Europa gaben am Montag mehrheitlich nach. Der Euro Stoxx 50 verlor 1% auf 6146.85 Punkte, da steigende Anleihenrenditen und Sorgen über die Finanzierung von Investitionen in KI die Stimmung belasteten. Der SMI sank um 0.2% auf 14’368.78 Punkte. Der Technologiesektor war der einzige Sektor im Stoxx Europe 600, der zulegte. Er half den wichtigen Indizes, im späten Handel einen Teil ihrer Verluste wettzumachen, als sich US-Technologieaktien erholten. Banken- und Rohstoffaktien gehörten zu den schwächsten Werten.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von ABB, Chubb, Deutsche Boerse, EssilorLuxottica, GE Aerospace, Intuitive Surgical, Netflix, RTX und SpaceX.
Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote Grossbritannien (08:00), Handelsbilanz Schweiz (09:00), ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland (11:00), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank (12:00), Baugenehmigungen USA (14:30).
Quelle: ETFWorld


