LGT Navigator : Die zunehmenden Spannungen rund um Schifffahrtsrouten im Nahen Osten hielten die Energiepreise am Donnerstag hoch und verstärkten die Sorge, dass die Inflation den Zinsausblick erschweren könnte.
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US- und europäische Aktien fielen am Mittwoch, während die asiatischen Märkte am Donnerstag mehrheitlich tiefer notierten, da die Renditen von US-Staatsanleihen nahe ihren höchsten Niveaus seit mehreren Jahren blieben. Anlegerinnen und Anleger warteten am Donnerstag auf die Erzeugerpreisdaten aus den USA sowie am Freitag auf die US-Verbraucherpreisdaten. An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve in der kommenden Woche nun auf rund 60% geschätzt. Der Markt erwartet, dass die Europäische Zentralbank heute Nachmittag ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte erhöht.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten am Donnerstag mehrheitlich tiefer. Technologiewerte standen unter Druck, da Brent-Rohöl weiterhin über USD 100 je Barrel notierte, während tiefere Anleihenrenditen die Risikobereitschaft nur begrenzt stützten. Japans Nikkei 225 verlor 0.2%, der koreanische Kospi stieg 0.1% und der Hongkonger Hang Seng Index fiel 1.5%. Australiens S&P/ASX 200 sank 1.2%, während Chinas CSI 300 auf dem Festland 0.6% nachgab. Brent-Rohöl-Futures fielen um 0.6% auf USD 100.58 je Barrel, nachdem die eskalierenden Angriffe zwischen den USA und Iran Sorgen um die Energieversorgung im Nahen Osten schürten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei knapp 4.8% und damit nahe ihrem höchsten Niveau seit 2023. Gold stieg um 0.6% auf rund USD 4430 je Unze, während Bitcoin um 0.6% auf rund USD 78’500 fiel.
US-Aktien fallen, während Ölpreise steigen
Die Aktienindizes an der Wall Street gaben am Mittwoch nach, da höhere Ölpreise die Sorge nährten, dass die Inflation die Zinssätze auf hohem Niveau halten könnte. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0.8% auf 52’380.66 Punkte, der S&P 500 verlor 0.5% auf 7636.36 Punkte und der Nasdaq-100 sank um 0.3% auf 29’421.55 Punkte. Der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms legte nach der Vorstellung seines KI-Assistenten Muse um 6.6% zu und stützte damit mehrere Halbleiter- und Speicherwerte. Alphabet verlor dagegen mehr als 2%, da mögliche Konkurrenz für seinen KI-Agenten Gemini droht. Die Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil gewannen dank der höheren Ölpreise.
Europäische Börsen geben wegen Sorgen um Ölpreise nach
Europäische Aktienindizes standen am Mittwoch unter Druck, da steigende Ölpreise vor dem geldpolitischen Entscheid der EZB am Donnerstag die Sorgen über Inflation und Zinssätze verstärkten. Der Euro Stoxx 50 fiel um 1.6% auf 6311.75 Punkte, während der Schweizer SMI um 1.8% auf 13’804.70 Punkte sank, den tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten. Höhere Brent-Rohölpreise stützten Ölkonzerne wie Eni und TotalEnergies.
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Quelle: ETFWorld
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