LGT : SNB-Zinsentscheid und Trump-Xi-Gipfel im Mittelpunkt

LGT Navigator : In dieser Woche stehen am Donnerstag der Zinsentscheid und die geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Mittelpunkt.

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Am selben Tag sollen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im Weissen Haus treffen. Zölle, Exporte seltener Erden und Technologiekontrollen dürften dabei ganz oben auf der Agenda stehen. Einkaufsmanagerindizes liefern am Mittwoch Einblicke in die Wirtschaftsaktivität in mehreren der weltweit grössten Volkswirtschaften. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland bietet am Donnerstag einen weiteren Indikator für die Lage in Europas grösster Volkswirtschaft. Die japanischen Märkte bleiben von Montag bis Mittwoch wegen Feiertagen geschlossen, während die chinesischen Märkte am Freitag aufgrund des Mittherbstfests geschlossen sind.

China liess seine ein- und fünfjährigen Loan Prime Rates am Sonntag zum 16. Monat in Folge unverändert bei 3% bzw. 3.5%. Der Spielraum für weitere geldpolitische Lockerungen hat sich verengt, nachdem die Federal Reserve die Zinsen vergangene Woche angehoben und weitere Erhöhungen signalisiert hatte. Dadurch weitete sich der Renditevorteil von US-Staatsanleihen gegenüber chinesischen Schuldtiteln aus. Eine schwache Kreditnachfrage, der Druck auf die Rentabilität chinesischer Banken und ein sich verlangsamender Immobiliensektor schränken die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger ebenfalls ein. Ein stärkerer wirtschaftlicher Abschwung könnte jedoch die Argumente für eine weitere Zinssenkung wieder stärken. Die asiatischen Börsen legten am Montag zu, angeführt vom südkoreanischen KOSPI, der um 1.5% stieg, nachdem Samsung Electronics 4% gewonnen hatte. Chinas CSI 300 legte um rund 0.4% zu, während Hongkongs Hang Seng um 0.6% stieg, gestützt durch ermutigende Signale aus den Handelsgesprächen zwischen den USA und China am Wochenende.

Öl fällt wegen Hoffnungen auf Diplomatie

Die Ölpreise setzten ihren Rückgang der vergangenen Woche fort. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 1.7% auf USD 102.10 pro Barrel und die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) sanken um 1.8% auf USD 94.33 pro Barrel. Die Aussicht auf Diplomatie zwischen den USA und Iran milderte die Sorgen über Unterbrechungen der saudischen Versorgung, nachdem US-Präsident Trump erklärt hatte, er könne sich diese Woche an der UN-Generalversammlung mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian treffen. Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi auf Riad am Samstag verdeutlichten jedoch die anhaltenden Risiken für die saudische Energieinfrastruktur und Exportrouten. Gold verlor 0.5% auf rund USD 4360 pro Unze. Der US-Dollar-Index stieg um 0.1% auf 100.34, während Bitcoin um 1.4% auf rund USD 81’600 zulegte.

Wall Street mit uneinheitlichem Wochenschluss aber starker Nachfrage nach Technologiewerten

US-Aktien schlossen am Freitag uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0.2% auf 51’682.64 Punkte, während der S&P 500 um 0.2% auf 7650.50 Punkte zulegte und der Nasdaq 100 um 0.7% auf 29’644.17 Punkte stieg. Niedrigere Ölpreise stützten die Stimmung trotz steigender Renditen von US-Staatsanleihen, während der Nasdaq 100 auf Wochensicht 0.9% gewann. Chiphersteller wie Sandisk, Lam Research und Seagate Technology stiegen um bis zu 11%, nachdem Nvidia-CEO Jensen Huang für das kommende Jahr eine Verdoppelung der Chipverkäufe prognostiziert hatte. Auch die Kryptowerte Strategy und Coinbase legten zu, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC eine Ausnahmegenehmigung für den Handel mit tokenisierten Aktien verlängert hatte.

Deutsche Erzeugerpreisinflation beschleunigt sich

Die Erzeugerpreise der Industrie stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 4.6%. Damit beschleunigte sich der Anstieg gegenüber Juli; gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise um 1.1%, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Energiepreise stiegen um 8.3%, getrieben von einem Anstieg der Preise für Mineralölprodukte um 40.5% infolge des Konflikts im Iran und im Nahen Osten. Vorleistungsgüter verteuerten sich um 6.1%. Die europäischen Aktienindizes schlossen am Freitag tiefer: Der Euro Stoxx 50 verlor 1.4%, der deutsche DAX sank um 1.6%, der französische CAC 40 fiel um 1.5% und der Swiss Market Index gab um 1.2% nach.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Monatsbericht der Bundesbank (12:00).

Quelle: ETFWorld


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