Nach einem sehr starken ersten Quartal 2015 waren die Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt im April 2015 moderat….
Marlène Hassine – Head of ETF Research – Lyxor ETF
ETF-Barometer Mai 2015 von Lyxor
Die Nettomittelzuflüsse betrugen insgesamt 4,5 Milliarden Euro und lagen damit 16 Prozent unter dem 1-Jahres-Durchschnitt. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen ist im Vergleich zum Jahresende 2014 um 27 Prozent gestiegen und liegt nun bei 460 Milliarden Euro, inklusive eines deutlich positiven Markteinflusses in Höhe von 18,5%*. Während die Zuflüsse bei Anleihe- ETFs sich auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, reduzierten sich diese bei Aktien-ETFs sehr stark.
– Die Nettomittelzuflüsse in Aktien-ETFs fielen deutlich auf insgesamt nur noch 959 Millionen Euro, wobei der stärkste Rückgang bei den Industrieländern zu verzeichnen war. Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in Griechenland und die gesamtwirtschaftlichen Aussichten in Europa belasteten europäische ETFs, so dass es mit Nettomittelrückflüssen in Höhe von 149 Millionen Euro, nach drei Monaten positiver Flüsse von mehr als 5 Milliarden Euro, zu einer Trendumkehr kam. Andererseits waren japanische Aktien-ETFs mit Zuflüssen in Höhe von 438 Millionen Euro weiterhin gefragt (21% über dem 1-Jahres-Durchschnitt), da das Misstrauen gegenüber der Abenomics-Politik abnimmt. Zunehmende Unsicherheit über den Zeitpunkt einer Zinserhöhung der FED und negative Wirtschaftsnachrichten belasteten die Mittelflüsse in amerikanische Aktien-ETFs, die insgesamt Rückflüsse in Höhe von 46 Millionen Euro verzeichneten. Bei Schwellenländer-ETFs gab es nahezu keine Änderung, Investoren scheinen an der Seitenlinie zu verharren.
– Die Nettomittelzuflüsse in ETFs auf Anleiheindizes lagen bei 3,5 Milliarden. Europäische Anleihe-ETFs profitieren weiterhin von der lockeren Geldpolitik der EZB. Amerikanische Anleihe-ETFs und ETFs auf Hochzinsanleihen konnten, beflügelt durch die niedrigen/negativen Zinsen in Europa, Nettomittelzuflüsse in Höhe von 578 Millionen Euro – ein 1-Jah- res-Hoch – bzw. 415 Millionen Euro verzeichnen. ETFs auf Unternehmensanleihen profitierten weiterhin von den durch die EZB verursachten Verdrängungseffekten.
– Bei Rohstoff-ETFs kam es zu begrenzten Rückflüssen in Höhe von insgesamt 18 Millionen Euro, dabei zeigte vor allem Gold eine negative Entwicklung.
Quelle: ETFWorld.ch
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