LGT Navigator : In dieser Woche steht eine Reihe von US-Arbeitsmarktdaten im Zentrum, darunter die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen sowie das Verbrauchervertrauen am Dienstag, der ADP-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und der Arbeitsmarktbericht für Juni am Donnerstag.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
Die Inflation bleibt ebenfalls ein wichtiges Thema: Deutschland und Frankreich veröffentlichen am Dienstag ihre Verbraucherpreisdaten für Juni, gefolgt von den Inflationszahlen für die Eurozone am Mittwoch und der Schweizer Inflation am Donnerstag. Zahlreiche globale Einkaufsmanagerindizes im Wochenverlauf liefern zudem ein zeitnahes Update zur Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Auch die Kommunikation der Zentralbanken rückt in den Fokus: EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht im Laufe der Woche mehrfach, und Fed-Chef Kevin Warsh tritt am Mittwoch auf. Die kanadischen Märkte bleiben am Mittwoch wegen des Canada Day geschlossen, während die US-Märkte am Freitag wegen des Independence Day nicht handeln.
Asiatische Aktien entwickelten sich am Montag uneinheitlich, da Investorinnen und Investoren erneute Zweifel an den Bewertungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz sowie anhaltende Spannungen zwischen den USA und Iran abwogen, obwohl Anzeichen für eine Pause der Feindseligkeiten bestehen. Der südkoreanische KOSPI fiel um 1.2%, und Japans Nikkei 225 verlor rund 0.8%, während Australiens S&P/ASX 200 um 0.4% zulegte, Hongkongs Hang Seng 1.7% gewann und Chinas CSI 300 kaum verändert war. Dies spiegelt die Vorsicht nach dem technologiegetriebenen Ausverkauf der Vorwoche wider. Die südkoreanischen Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix notierten deutlich im Minus und verstärkten damit den Druck auf den Halbleitersektor, da sich Investorinnen und Investoren von einigen der grössten Gewinner am Markt abwandten. Die japanischen Einzelhandelsumsätze sendeten dagegen ein freundlicheres Signal: Sie stiegen im Mai im Jahresvergleich um 5.3% und damit deutlich stärker als vom Markt erwartet, was auf eine robuste Binnennachfrage hindeutet.
China verschärft Beschränkungen gegenüber Japan
China weitete am Montag seine Exportbeschränkungen gegenüber Organisationen mit Verbindungen zum japanischen Verteidigungssektor aus, setzte 4 staatliche Forschungsinstitute auf eine schwarze Liste und unterstellte 20 weitere Einrichtungen – darunter Drohnenhersteller, Unternehmen mit Bezug zur Nuklearindustrie sowie Einheiten von Mitsubishi Electric und Mitsubishi Heavy Industries – einer strengeren Lizenzprüfung. Der Schritt ist die jüngste Massnahme in einer Kampagne, die Peking im Januar begonnen und nach einer weiteren Runde von Kontrollen im Februar verschärft hatte. Ziel ist es, Japans Zugang zu chinesischen Dual-Use-Gütern wie Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien einzuschränken.
US-Technologiewerte geben nach
US-Technologiewerte gaben am Freitag erneut nach, wobei der Nasdaq 100 um 1.1% auf 29’118.24 Punkte fiel, nachdem die Sorge zugenommen hatte, dass Konsumentinnen und Konsumenten geplante Preiserhöhungen grosser Technologiekonzerne womöglich nicht mittragen werden. Der breitere Markt zeigte sich robuster: Der S&P 500 gab um 0.1% auf 7354.02 Punkte nach, und der Dow Jones Industrial verlor 0.1% auf 51’876.11 Punkte, einen Tag nachdem der Dow ein Rekordhoch erreicht hatte. Halbleiterwerte führten die Verluste an, da Investorinnen und Investoren infrage stellten, ob die Nachfrage mit den hohen, durch Künstliche Intelligenz getriebenen Bewertungen Schritt halten kann. Der Speicherchiphersteller Micron verlor 6.7%, nachdem die Aktie am Vortag stark gestiegen war.
Europäische Aktien fallen wegen KI-Sorgen
Europas wichtigste Aktienmärkte schlossen am Freitag tiefer, da Investorinnen und Investoren nach den Gewinnen des Vortags Kasse machten und die hohen Bewertungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz neu bewerteten. Der EuroStoxx 50 fiel um 0.7%, während der Schweizer SMI nach dem Rekordhoch vom Donnerstag 0.4% verlor. Technologiewerte führten die Abgaben an, da die Sorge über die kurzfristigen Erträge von KI-Investitionen und die Auswirkungen höherer Kosten für Speicherchips auf die Konsumnachfrage zunahm. ASML verlor 1%, und STMicroelectronics fiel um 3.8%.
USA und Iran stellen Angriffe ein
Die Ölpreise legten am Montag zu, nachdem Berichte aufgekommen waren, wonach sich die USA und Iran nach den Zusammenstössen vom Wochenende nahe der Strasse von Hormus darauf geeinigt hätten, ihre gegenseitigen Angriffe einzustellen. Brent-Rohöl stieg zeitweise um bis zu 0.2% auf knapp USD 73 pro Barrel, während West Texas Intermediate unter USD 70 gehandelt wurde. Beide Sorten gaben damit einen Teil ihrer grösseren Gewinne wieder ab, da Investorinnen und Investoren die Risiken für Lieferungen durch den wichtigen Engpass abwogen, nachdem ein Supertanker mit rund 2 Mio. Barrel katarischem Rohöl getroffen worden war. Gold fiel um 1.2% auf rund USD 4040 pro Unze, während Bitcoin leicht schwächer bei rund USD 59’700 notierte. Der Dollar-Index war kaum verändert und blieb nahe seinen jüngsten Höchstständen.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Prosus.
Konjunkturdaten im Fokus: Verbrauchervertrauen Eurozone (11:00), EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht (19:30).
Quelle: ETFWorld
Newsletter



