LGT Navigator : Asiatische Aktien notierten am Donnerstag uneinheitlich, da niedrigere Anleiherenditen und sinkende Ölpreise die Stimmung verbesserten.
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Asiatische Aktien notierten am Donnerstag uneinheitlich, da niedrigere globale Anleiherenditen und sinkende Ölpreise die Risikobereitschaft vor den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten stützten. Japans Nikkei 225 verlor 0.3%, während Koreas KOSPI um 0.3% nachgab, Hongkongs Hang Seng Index um 0.4% fiel und Australiens S&P/ASX 200 um 0.4% zulegte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag nach dem Erreichen mehrjähriger Höchststände unter 4.8%, während die vergleichbare japanische Rendite um rund fünf Basispunkte auf 2.97% sank, nachdem sie Anfang der Woche kurzzeitig 3% überschritten hatte. Gold stieg am Donnerstag um 0.9% auf rund USD 4430 je Unze, während der US-Dollar-Index um 0.2% auf 99.39 nachgab. Chinas CSI 300 notierte kaum verändert, nachdem der private Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August von 50.4 Punkten im Juli auf 51.4 Punkte gestiegen war, was auf eine stärkere Binnennachfrage hindeutet. Unterdessen wuchs Japans Dienstleistungssektor so stark wie seit fünf Monaten nicht mehr.
US-Aktien schliessen höher
US-Aktien stiegen am Mittwoch und beendeten damit einen dreitägigen Rückgang, da die Ölpreise trotz erneuter Angriffe zwischen den USA und dem Iran sowie anhaltender Spannungen im Nahen Osten weitgehend stabil blieben. Der Dow Jones Industrial Average gewann 0.6% auf 53’061.95 Punkte, während der S&P 500 um 0.5% auf 7666.60 Punkte stieg und der Nasdaq-100 um 0.2% auf 29’143.33 Punkte zulegte. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, erklärte, die jüngsten Daten deuteten auf nachlassenden Inflationsdruck hin. Damit stellte er die Markterwartungen infrage, wonach die Fed die Zinsen in diesem Monat mit nahezu Sicherheit anheben werde.
Broadcom-Aktien fallen trotz starker Ergebnisse
Die Aktien von Broadcom fielen am Mittwoch im nachbörslichen Handel, obwohl der Chiphersteller im dritten Geschäftsquartal einen bereinigten Gewinn von USD 3.32 je Aktie sowie ein Umsatzwachstum von 86% gegenüber dem Vorjahr auf USD 29.6 Mrd. vermeldete und damit die Markterwartungen übertraf. Der Umsatz mit Halbleitern für künstliche Intelligenz stieg gegenüber dem Vorjahr um 221% auf USD 16.7 Mrd., da die Nachfrage nach kundenspezifischen Beschleunigern und Netzwerkausrüstung stark blieb. Die Umsatzprognose von USD 34.8 Mrd. für das laufende Quartal blieb jedoch hinter den Marktschätzungen zurück.
Europäische Aktien schliessen mehrheitlich tiefer
Europäische Aktien schlossen am Mittwoch uneinheitlich, da sinkende Ölpreise die Stimmung trotz anhaltender Spannungen im Nahen Osten stützten. Der Euro Stoxx 50 verlor 0.1% auf 6362.85 Punkte, während der Schweizer SMI um 0.2% auf 14’362.97 Punkte stieg. Anlegerinnen und Anleger blieben besorgt, dass höhere Energiepreise die Inflation ankurbeln und die Europäische Zentralbank dazu veranlassen könnten, die Zinsen in diesem Monat erneut anzuheben.
Bank of Canada belässt Zinsen unverändert
Die Bank of Canada liess ihren Tagesgeldsatz am Mittwoch bei 2.25% unverändert. Sie verwies dabei auf eine stärkere Binnenwirtschaft, aber auf erhöhte Inflationsrisiken durch hohe Ölpreise und US-Zölle. Die kanadische Wirtschaft erholte sich im zweiten Quartal nach einem schwachen Jahresauftakt, gestützt durch Konsumausgaben der Haushalte, den Wohnungsmarkt, Exporte und Unternehmensinvestitionen, während die Arbeitslosigkeit im Juli leicht zurückging. Die Inflation lag in den vergangenen Monaten wegen höherer Benzinpreise bei rund 3%, betrug ohne Benzin jedoch 2.2%; die Kerninflationsindikatoren blieben nahe dem Zielwert von 2%. Die Zentralbank erklärte, der Konflikt im Nahen Osten und die begrenzten Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Strasse von Hormus hätten die Aufwärtsrisiken für ihren Inflationsausblick erhöht.
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Quelle: ETFWorld
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