LGT : Chinas Handelsüberschuss stützt asiatische Aktien

LGT Navigator : Ein gestiegener chinesischer Handelsüberschuss und eine Erholung bei Chipwerten verliehen den asiatischen Aktienmärkten am Mittwoch leichten Auftrieb.

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In China beschleunigte sich die Erzeugerpreisinflation, während die Verbraucherpreisinflation verhalten blieb – ein Hinweis auf die anhaltende Schwäche der Binnennachfrage. US-Aktien schlossen am Dienstag wegen Verlusten bei Technologiewerten tiefer, während die europäischen Märkte uneinheitlich tendierten. Nun stehen die US-Inflationsdaten vom Mittwoch und Quartalszahlen unter anderem von ASML, Bank of America und Morgan Stanley im Fokus.

Chinas Handelsüberschuss und Erzeugerpreisinflation steigen

Chinas Erzeugerpreise stiegen im September um 5% gegenüber dem Vorjahr, nach 3.8% im August. Das war der stärkste Anstieg seit 2022, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten. Höhere Treibstoff- und Rohstoffkosten, teilweise bedingt durch Lieferunterbrüche im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt, trieben den Anstieg. Die Verbraucherpreisinflation stieg von 0.8% auf 0.9%, blieb aber unter den Prognosen des Marktes, da die schwache Nachfrage die Weitergabe höherer Produktionskosten an die Haushalte begrenzte; die Kerninflation verharrte bei 1%. Chinas Handelsüberschuss weitete sich zudem gegenüber dem vorherigen Wert von USD 119.09 Milliarden auf USD 133.53 Milliarden aus und übertraf damit die Markterwartungen.

Asiatische Aktien legen dank Erholung der Chipwerte zu

Asiatische Aktien legten am Mittwoch leicht zu; der südkoreanische KOSPI gewann 0.6%. Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich von Verlusten, die Sorgen über die Konkurrenz aus China ausgelöst hatten. Chinas Handelszahlen stützten die Stimmung, während steigende Ölpreise und Zurückhaltung vor den US-Inflationsdaten grössere Gewinne begrenzten. Brent- und WTI-Rohöl-Futures legten jeweils um 0.5% auf USD 106.20 beziehungsweise USD 94.56 je Barrel zu. Gold blieb bei rund USD 4170 je Unze nahezu unverändert, während Bitcoin um 0.2% auf rund USD 83’600 fiel.

US-Aktien geben wegen schwacher Technologiewerte nach

US-Aktien gaben am Dienstag leicht nach: Der Nasdaq-100 verlor 0.3% auf 30’569.480 Punkte, der Dow Jones 0.4% auf 51’670.10 Punkte und der S&P 500 sank geringfügig auf 7805.45 Punkte. Der Halbleiterausrüster Applied Materials verlor nach einem wenig konkreten Ausblick 6.7%, während der Speicherchip-Hersteller Micron angesichts von Sorgen über die Konkurrenz aus China 3.6% einbüsste. Die Banken legten gemischte Zahlen vor: Goldman Sachs und Citigroup übertrafen die Markterwartungen für Gewinn und Umsatz, doch die Citigroup-Aktie verlor wegen Zweifeln am Rentabilitätsziel 5.6%. JPMorgan Chase verfehlte die Gewinnerwartungen, während Wells Fargo die Umsatzprognosen nicht erreichte.

Europäische Aktien uneinheitlich, während deutsche Inflation steigt

Der EuroStoxx 50 verlor am Dienstag 0.6% auf 6167.01 Punkte, belastet durch höhere Gaspreise und Verluste bei Technologiewerten. Die Aktie des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML büsste angesichts von Sorgen über die Konkurrenz aus China mehr als 4% ein. Der Schweizer SMI legte dank defensiver Schwergewichte um 0.4% auf 13’927.52 Punkte zu. Unabhängig davon bestätigten endgültige Daten, dass die nach EU-Standard harmonisierten Verbraucherpreise in Deutschland im September um 3.3% gegenüber dem Vorjahr gestiegen waren, nach 2.9% im August.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von ASML, Bank of America, BlackRock, Morgan Stanley und Progressive.

Konjunkturdaten im Fokus: Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde spricht (10:30), Verbraucherpreisindex USA (14:30), Beige Book der Federal Reserve (20:00).

Quelle: ETFWorld


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